Eiche vom Kastner-Seminar

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Eiche vom Kastner-Seminar

Beitrag  Thomas am Mo 21 Apr 2008, 23:31

Hallo,
ich habe mir heute gleich meine Eiche vom Samstag vorgenommen.
Das Problem:
Wie nicht selten bei Yamadoris ist das Nebari suboptimal.
In dem Falle war es so, dass sich der ansonsten schöne Stamm unten verjüngte und in eine
kräftige Wurzel einseitig auslief.
Es kommt sich unter den Gegebenheiten quasi nur eine Ansichtsseite in Betracht und
um halbwegs ein befriedigendes Bild zu bekommen auch nur ein bestimmter Pflanzwinkel.
So habe ich ihn auch zuerst eingepflanzt.



Ich denke man sieht das Problem: Der Baum ist linkslastig, scheint abkippen zu wollen, wirkt instabil.
Meine Idee, dem durch Ansetzen eines Steins Abhilfe zu schaffen, wurde von Hans bestätigt.

Als sowohl optisch, als auch von der Form passend erwies sich ein Lavastein , ein Mitbringsel vom Balaton-Urlaub (St.-Georg-Berg).



Ich glaube der Effekt ist eindeutig. Ein ganz anderes harmonischeres Bild.
Wurzeln sind keine zu sehen, denn das haben wir auch gelernt von Hans:
Wurzeln über der Erde bilden Borke und legen nicht mehr zu.
Also wurden sie eingepackt in Substrat und Moos.

Nur die Krone will mir noch nicht so recht gefallen.
Evtl. hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte.
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Thomas

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Re: Eiche vom Kastner-Seminar

Beitrag  herbertoy am Di 22 Apr 2008, 08:05

Hallo Thomas,

wenn Dir die Krone nicht so sehr gefällt, liegt das m.E. weniger an der Krone selbst als vielmehr am Übergang von Stamm zum Kronenbereich. Der Stamm geht doch sehr massiv, kaum verjüngt und optisch stark prägend diagonal nach links hoch, ehe abrupt die Schnittstelle kommt, aus der eine im Verhältnis (zu) dünne Stammfortsetzung in die Krone führt.

Mit diesem Schwachpunkt wirst Du noch eine Weile leben müssen, denn aktuell sehe ich keine Möglichkeit, korrigierend einzugreifen. Andererseits denke ich, wird sich der zu dünne Kronenansatz im Laufe der Zeit noch verdicken und den Übergang harmonischer werden lassen.

Eventuell hilft eine Methode, die Hans in Ronneburg nebenher erwähnt hat. Den Bereich einritzen, der sich verdicken soll, damit sich über eine Kallusbildung eine optische Vergrößerung ergibt. In Deinem Fall würde ich diesen Schritt allerdings nur auf der linke Seite (der früheren Schnittstelle zugewandt) vornehmen.

Grüße,
herbert
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Re: Eiche vom Kastner-Seminar

Beitrag  ulrich am Di 22 Apr 2008, 11:30

die Idee mit dem Stein ist schon gut Thomas, aber der Stummel oben, der nach links weggeht unterbricht die Stammlinie. Den habe ich Kurzerhand mal beseitigt und würde mit dem oben drüber weiterarbeiten. Das dauert natürlich seine Zeit aber wenn der schön durchtreib, geht das.

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Re: Eiche vom Kastner-Seminar

Beitrag  Thomas am Di 22 Apr 2008, 23:46

Hallo Ulrich,
der Knubbel bzw. der größere Ast da ist zwar suboptimal, wird aber momentan noch zum
Verschluss der großen Wunde da benötigt.
Ein Problem stellt er insofern weniger dar, als dass er vom Laub bedeckt ist.



Für die Krone habe ich mal virtuell eine andere Variante ausprobiert, die dem ganzen etwas
mehr Dramatik gibt.

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