Weißbirke Betula pendula

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Re: Weißbirke Betula pendula

Beitrag  Thomas am Fr 14 März 2014, 21:25

An dem Baum kann man ja wie aus einem Buch die Historie ablesen.
Da hat jemand einen Stamm schrag abgeschnitten und neu austrieben lassen.
Er hat dann nicht einen Äst als wirkliche Stammverlängerung konsequent entwickelt, sondern alles
im "Fallschirmstil" auf Silhuette runter gedrahtet.
So einen Baum zeigt man dann normalerweise im laublosen Zustand eher nicht.
Hier sieht das insgesamt auch im laublosen Zustand wirklich gut aus.
Es ist zwar nicht der ganz typische Birkenhabitus, aber es gibt Birken, die so wachsen.
Ob das nun Zucht- bzw. Zierformen sind, sei dahingestellt.
Außerdem : Azaleen werden quasi auch wie Nadelbäume gestalten, warum nicht eine Birke in Weidenform. So weit auseinander oder abwegig finde ich das nicht.
Entscheidend ist der emotionale Eindruck des Baumes den dieser Baum zweifelsohne hinterlässt.

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Re: Weißbirke Betula pendula

Beitrag  Angermann am Di 18 März 2014, 14:55

Was den Birkenhabitus angeht so muss man feststellen, es gibt keinen. Aufgefallen ist mir das erst, nachdem mir das mal ein alter Landschaftsgärtner sagte. Jede Birke wächst anders, keine andere Art tritt so vielgestaltig auf wie die Birke, von breit ausladend bis säulenartig und das sind keine Züchtungen. Das hängt damit zusammen, dass die Birke ein Pioniergewächs ist und sich stärker als andere den Gegebenheiten anpasst. Dieser Landschaftsgärtner verriet mir auch, dass Birken, wenn sie in eine Reihe, beispielsweise in einen Park oder an einer Strasse gepflanzt werden sollen, alle aus einer Mutterpflanze veredelt werden, damit sie den gleichen Habitus haben. Vielleicht weiss ja Uwe dazu was zu sagen als "promovierter" Baumschullehrer.

Was die Birke von Marcel angeht, gefällt mir diese ausgesprochen gut. Sicher wirkt sie in ihrer Erscheinung etwas künstlich aber ich mag das gelegentlich bei Bonsai und wer Marcel länger kennt weiss, dass auch er das mag, dass das seiner Handschrift entspricht. Fast alle seine Bäume sehen arrangiert aus. Bis hin zu der Art, wie er sie fotografiert wird das deutlich. Dagegen ist absolut nichts zu sagen, schon gar nicht sind sie als falsch und richtig oder besser und schlechter einzustufen.

Nur weil hier die meisten von der pallschen Schule versaut sind lieber Marcel, solltest du dich nicht von deinem Weg abbringen lassen. Ich hatte es dir glaube ich schon einmal gesagt. Mache mehr Bonsai für dich und nicht so sehr für die anderen. Irgendwann sind deine Bäume sonst belibig und das ist das Schlimmste was dir in der Kunst passieren kann.


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Re: Weißbirke Betula pendula

Beitrag  herbertoy am Di 18 März 2014, 15:11

Angermann schrieb:
Nur weil hier die meisten von der pallschen Schule versaut sind ...

Hallo Jörg,

geht's auch mit etwas weniger Pedal?

Grüße,
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Re: Weißbirke Betula pendula

Beitrag  Angermann am Di 18 März 2014, 16:16

herbertoy schrieb:
Angermann schrieb:
Nur weil hier die meisten von der pallschen Schule versaut sind ...

Hallo Jörg,

geht's auch mit etwas weniger Pedal?

Grüße,
herbert

es geht sogar noch mit mehr, bist du jetzt hier dafür verantwortlich jedem zu sagen wie viel und wie wenig man darf?

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Re: Weißbirke Betula pendula

Beitrag  uvex am Di 18 März 2014, 18:37

Okay, wenn jetzt mehrmals um Meinungsäußerung gebeten wurde:

Birken sind für mich schlank. Birkenäste streben in meinen Augen nach schräg oben. Und die Zweige fallen nach unten. Das ist für mich eine typische Birke. Das ist aber nicht unbedingt entscheidend.
Ausnahme, die ich oben bereits erwähnt habe: Trauerbirke (Betula pendula 'Tristis'). Bei der hängt alles nach unten, was irgendwann irgendwie hängen konnte. Dabei handelt es sich um eine vegetativ vermehrter Sorte, die so in der Form eigentlich nicht im Wald, sondern eher in Gärten und Parks zu finden ist.
Genau in dieser Art kommt mir die Birke von Marcel daher.

Wobei, die sogenannte Trauerweide, ist auch nur eine vegetativ vermehrte Mutation der Silberweide....

Hm, irgendwie gefällt mir die ungewöhnliche Birkenform! Für mich ist es aber keine Sandbirke, eher eine Trauerbirke. Das ist für mich ein wichtiger Unterschied!


(..... was ist denn die Pallsche Schule bei Birken????????????)
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Re: Weißbirke Betula pendula

Beitrag  herbertoy am Di 18 März 2014, 23:08

Angermann schrieb:
es geht sogar noch mit mehr, bist du jetzt hier dafür verantwortlich jedem zu sagen wie viel und wie wenig man darf?

Hallo Jörg,

wie viel und wie wenig man darf, das bleibt jedem selbst überlassen. Aber beim "Wie" man etwas sagt, sollten einigermaßen höfliche Umgangsformen nicht ganz in Vergessenheit geraten.

Und wenn Du in Deinem Posting "hier die meisten" als von irgendeiner Schule als "versaut" bezeichnest, dann bringst Du einen Tonfall in die Debatte, den "hier die meisten" eher nicht schätzen dürften. Gerade dieses Forum hat sich unter anderem bislang dadurch ausgezeichnet, dass wir höflich miteinander umgegangen sind.

Solltest Du jetzt meinen, "sogar noch mit mehr" auf meine Sätze reagieren zu müssen - ich kann und will Dich nicht aufhalten. Für mich ist allerdings die Sache gegessen; ich werde mich in diesem Thread nur noch zu Bäumen äußern - falls ich glaube, etwas beitragen zu können.

Grüße,
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Re: Weißbirke Betula pendula

Beitrag  Angermann am Di 18 März 2014, 23:45

alles klar Herr Oberlehr...ähhh Obermayer

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Re: Weißbirke Betula pendula

Beitrag  MarcelD am Mi 19 März 2014, 16:18

Och nö, ich war froh, dass mal wieder ein bissel Schwung ins Forum gekommen ist.
Das muss doch nicht gleich wieder abgewürgt werden.
Am Ende traut sich wieder Monate lang keiner mehr was zu posten.  Suspect 
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Re: Weißbirke Betula pendula

Beitrag  Thomas am Fr 21 März 2014, 01:57

MarcelD schrieb:Och nö, ich war froh, dass mal wieder ein bissel Schwung ins Forum gekommen ist.
Das muss doch nicht gleich wieder abgewürgt werden.
 
Ja Marcel, Du hast die gute Zeiten im BFF nicht miterlebt!
Da gab es Beiträge rund um Den Pallschen Naturalismus mit 100erten Postings.
Die endeten fast immer Abmahnungen und nicht selten mit Forumsverbot und Einschaltung von Rechtsanwälten. Man munkelt, auch Prügel soll angedroht worden sein.
Bei aller Kontroverse habe ich zu Walter ein gutes Verhältnis und nehme ihn als Mensch, wie er ist.
Ich würde schon aus Respekt nicht zu solchen Formulieren greifen.

Wenn dann hier zwei so unterschiedliche Charktere beide zu Höchstform auflaufen, sind Aktion, Reaktion, Gegenreaktion und Ergebnis für mich ein Ding quasi mit Ansage.

Ja Gott, auch bei uns gibt es zwischenmenschliche Befindlichkeiten.
Positiv ausgedrückt: Es menschelt!

Nun fand ich Jörgs Bemerkung in der Weise nicht zutreffend, alsdass der Pallsche Naturalismus bei uns nie so ein Thema war und wir ja auch durch andere Schulen geprägt sind (z.B. Andrea Melloni).

Wer die letzten großen Ausstellung gesehen hat, beobachtet zudem eher eine zunehmende Japanisierung von Spanien und Italien kommend bis dahin, dass man z.B. heimsche Laubarten immer seltener zu Gesicht bekommt.
Die letzte Clubausstellung war da immer noch eine rühmliche Ausnahme.
Bei den Koniferen dominieren Japanwacholder die Ausstellungen und man freut sich dann schon,
mal einen aus der wohlgebleichten Totholzreihe ragenden unorthodoxen Baum von Walter zu sehen.


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Re: Weißbirke Betula pendula

Beitrag  MarcelD am Mo 05 Jan 2015, 17:28

Das Experiment "Lampenschirm" ist jetzt ein Jahr her
und die Birke hat gezeigt, dass sie mit solch einer Masse an Ästen nicht zurecht kommt.
Das war natürlich zu erwarten ;-)

Allerdings lag das das auch ein wenig in meiner Absicht.
Der Baum sollte sein diesjähriges Erscheinungsild selbst entscheiden.
Ich habe lediglich die abgestorbenen Äste und die Langtriebe entfernt
sowie einen Ast ein wenig abgespannt.

Ich finde die Krone sieht jetzt um einiges natürlicher und nicht mehr so vollgestopft aus.



Liebe Grüße
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Re: Weißbirke Betula pendula

Beitrag  Thomas am Di 06 Jan 2015, 01:59

In der Tat etwas wirr.
Am besten hat sie mir in Richung des Bildes Februar 2013 gefallen.
In der Art würde ich sie wieder zurechtschneiden.

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