Daily Alps

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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Do 17 Mai 2012, 04:14

05.17.2012

Die blühende Tibetorchidee (Pleyone limprichtii) ist schon ein Highlight im Gartenjahr.
Sie kommt aus dem Himalaya und dringt dort in große Höhen vor.
Sie ist die einzige vollkommen winterharte Pleyonen-Art.
Sie benötigt einen halbschattigen Standort in torfhaltigen Boden.
Ideal ist eine Mischung aus Lauberde,Torf und Kies.
Im Winter sollte sie mit Laub abgedeckt werden .
Die Literatur gibt trockene Überwinterung an.
Meine steht am Rande der Sumpfzone, also dauerfeucht.
Trotzdem habe ich keinerlei Winterverlusste
Es sollten weiterhin Vorkehrungen gegen Schnecken getroffen werden.


Als Beisteller setzt man die Bulben so ein , dass die Spitzen aus dem Substrat schauen.
Substrat: Torf/Kies/Lauberde evt. mit feinem Sphagnum durchmischt.
Überwinterung trocken und gerade frostfrei.
Sobald sich Austrieb an der Bulbe zeigt (ca. Anfang/Mitte April) wieder feucht halten.



Passend zum Herkunftsgebiet dazu gleich eine hübsche Neuerwerbung, ein ganz zierlicher Mannsschild, den ich sicher auch als Beisteller verwenden werde, sofern nicht die Schnecken schneller sind.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Fr 18 Mai 2012, 00:00

05.18.2012

Der Balkan-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum), auch Großwurzeliger Storchschnabel oder Felsen-Storchschnabel genannt kommt aus den südlichen Alpen und dem Balkan.
Wie der Name sagt, besitzt er fleischige Wurzelstöcke , die sie leicht teilen und einsetzen lassen, sodass die Vermehrung denkbar einfach ist.
In zahlreichen Farbformen hat er auch in unsere Gärten Einzug gehalten.
An sonnigen auch trockenen Standorten erobert er schnell große Flächen.
An das Substrat stellt er keine großen Ansprüche.

A.G. der Größe bietet er sich nicht spontan als Beisteller an.
In dem begrenzten Wurzelraum bleibt er jedoch wesentlich kleiner und kann über einen längeren Zeitraum im Gefäß bleiben.

Die Anzucht ist recht unkompliziert. Man setzt ein kleineres Rhizomstück in reines Akadama.
Es empfiehlt sich das Rhizom mit Draht zu fixieren.





Natürlich sind die Zwergstorchschnäbel als Beisteller hinreiched bekannt und beliebt.
Sie sind einfach in der Kultur gedeihen in jeder Gartenerde, vertragen auch vorübergehende Trockenheit und blühen mehrere Monate tw. von Mai bis September.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Sa 19 Mai 2012, 10:03

05.19.2012

Der Taglilien (Hemerocallis) gehören sicher nicht unbedingt ins Alpinum, dennoch gibt es auch hier zahlreiche sehr schöne Natur- und Zwergformen.
Die meisten Gartenformen stammen von der Gelbroten Taglilie (Hemerocallis fulva) ab.
Ursprüngliche Heimat ist Asien (Indien, China, Japan).

Die Gelbe Taglilie oder Wiesentaglilie (Hemerocallis lilioasphodelus) stammt ebenfalls Asien , ist aber insgesamt graziler und duftet v.a intensiv.

Viele als Zwergformen gekaufte Pflanzen wachsen auf geeignetem Standort nicht selten auch zu stattlicher Größe heran, wie diese auf dem Bild, welche am Rande der Sumpfzone steht.

Zwergformen in Töpfen bleiben kleiner, sie zur Blüte zu bringen ist aber nicht ganz unkompliziert.

Man nimmt 1-3 kleinere Einzelpflanzen, kürzt die Wurzeln ein und setzt sie in ein nicht zu kleines Gefäß in einen Mischung aus Akadama und Komposterde.
Taglilien sollten immer feucht bleiben, idealerweise stellt man das Gefäß in eine mit Wasser gefüllte Unterschale.






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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am So 20 Mai 2012, 00:32

05.20.2012

Die Weiße Silberwurz (Dryas octopetala) ist ein Klassiker im Alpinum und sicher neben Edelweiß und Enzian ein Wahrzeichen der Alpen. Es ist ein Zwerggehölz und gehört zu den Rosengewächsen.
Es kommt in nahezu allen europäischen Gebirgen , sowie in den Tundren Nordeuropas vor.
Ähnlich den Lupinen , bilden sie Wurzelknöllchen aus , die mit Hilfe von Bakterien Luftstickstoff binden.
Sie gedeihen in fast jeder mageren durchlässigen Erde in voller Sonne.



Die Alaskasilberwurz (Dryas integrifolia) , evtl. nur eine Unterart, bleibt kompakter und kleiner.


Als Beisteller noch nie gesehen. Die Kultur dürfte aber keine Probleme bereiten.

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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mo 21 Mai 2012, 22:56

21.05.2012

Bei alpinen Nelken schlägt mein Herz höher.
Auch außerhalb der Blütezeit bilden die dichten igeligen Polster, die schnell die Felsspalten füllen und über die Steine wuchern, einen tollen Blickfang.
Fast alle Arten sind sehr unkompliziert, vertragen volle Sonne und sind absolut Winterhart.
Zur Blütezeit verwandeln sich die Polster in Blütenteppiche.
Wichtig bei fast allen Arten ist durchlässiges Magersubstrat. Ideal ist ausgedientes Bonsaisubstrat , also Akadama/Blähschiefer/Lava bei kalkliebenden Arten angereichert mit Kalksplitt.
Stehen die Arten in normalen Gartenboden oder gar nährstoffreichen Humusboden geht der gedrungene Habitus und die Blühwilligkeit verloren.

Hier zwei besonders schöne Arten, Dianthus nivalis, eine Art aus den Rocky Mountains und die Gletscher-Nelke (Dianthus glacialis) aus den Alpen. Beides sind Arten , die in Silkatgestein zu Hause sind.

Die meisten Zwergnelken eignen sich hervorragend als Beisteller,
Substrat: Akadama / Blähschiefer






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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mi 23 Mai 2012, 21:59

22.05.2012

Heute gibt es paar weiße Vertreter der Trockenheit liebenden Nelken aus den südlichen Gebirgen Italiens, Griechenlands bzw. des Balkan.

Ein Traum in weiß ist die Geröllnelke oder Weiße Balkannelke (Dianthus petraeus ssp. petraeus) in meinem Garten und am Naturstandort auf einer Bergwiese im Ucka-Gebirge (Istrien).

Die Zweite ist eine Hybride aus Italien wahrscheinlich auch aus D. petraeus.

Und dazu noch ein Neuerwerb, die Siebenbürger Fransennelke (Dianthus spiculifolius)

Auch für diese Arten gilt absolute Beistellereignung.
Substrat: Akadama / Blähschiefer









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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mi 23 Mai 2012, 22:01

23.05.2012

Wieder ein Klassiker, die Alpenaster (Aster alpinus) beheimatet in fast allen europäischen Hochgebirgen.
Sie liebt trockene warme Plätze in kalkhaltigem Boden und ist sehr anspruchslos.
Obwohl winterhart, haben ihr die Kahlfröste in diesem Jahr etwas zugesetzt.

Es gibt zahlreiche Kultur- und Gartenformen und Farbvarianten, die Naturform ist aber von Farbe und Schlichtheit auch sehr schön und blüht mindestens genauso üppig.

Als Beisteller zu dominant.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Do 24 Mai 2012, 00:41

24.05.2012

Mal eine recht selten kultvierte Art, die Haberlea (Haberlea rhodopensis).
Das sind Gesneriengewächse, welche außer zwei Arten der Haberleen und den Felsentellern (Ramonda) nur tropische und subtropische Arten umfassen.
Sie kommt aus den Bergen Bulgariens und Griechenland und liebt absonnige bzw. halbschattige Lagen in rel. feuchten Felsspalten.




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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Fr 25 Mai 2012, 00:21

25.05.2012

Eine der zierlichsten Akelei ist die Chinesische Wildakelei (Aquilegia ecalcarata).
Sie gedeiht in normalen frischem Gartenboden in halbschattiger Lage.

Als Beisteller kann sie auch in sehr kleine Gefäße gepflanzt werden, die aber nie austrocknen durfen.
Als Substrat geht Gartenerde oder Akadama.
In der Schale fällt ihr Habitus noch kleiner und zierlicher aus.




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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Sa 26 Mai 2012, 00:42

26.05.2012

Den heimischen Waldmeister (Asperula odorata) kennt wohl jeder, aber kaum einer wird auf den ersten Blick erkennen, dass folgendes Kleinod aus dem Süden Griechenlands aus der gleichen Gattung kommt.
Meister ist abgeleitet von Meier und so heißt diese kleine Teppichpflanze auch
Zwergmeier (Asperula boissieri).
Das ist zugleich eine der dankbarsten Pfleglinge . Sie gedeiht in praller Sonne in blankem Kalkschotter und ist zugleich absolut winterhart sofern sie trocken steht.
Auch im Winter bleibt das dichte Polster satt grün.

Als Beisteller sicher ein absoluter Geheimtipp, weil ganzjährig en Blickfang und in Blüte unübertroffen.
Sie kann über Jahre im Gefäß bleiben.
Substrat: Akadama, Blähton, Kalksplitt




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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am So 27 Mai 2012, 00:33

27.05.2012

Ein weiterer Zwergmeier (Asperula capitata), stammt aus dem Linanon und hat
genau die gleiche Eigenschaften und Ansprüche.

Die Polster sind nicht ganz so kompakt, das Ausbreitungsbedürfnis größer und die Blüte intensiver.
Die beiden Bilder sind innerhalb von 24 Stunden entstanden und zeigen wie schnell sich der grüne Teppich in ein Blütenmeer verwandelt.






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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mo 28 Mai 2012, 01:57

28.05.2012

Dieses Jahr ist wahrlich ein Nelkenjahr.
Genauso trocken und heiß lieben es die meist aus dem Mittelmeerraum und dem Balkan stammenden Arten. Selten habe ich solche gesamte Polster in voller Blüte gesehen.
Hier zwei Arten mit ganz dichten Polstern, die schnell zu großen Polsterhügeln heranwachsen,
deren Einzelpflanzen aber auch klein sind.
Die Igel-Nelke (Dianthus erinaceus) stammt aus der Türkei und woher sie Ihren Namen hat, sieht man an dem Polster.
Ebenfalls aus der westlichen Türkei kommt (Dianthus arpadianus var. pumilus).
Beiden gemeinsam sind die kleinen kurzbestielten Blüten.

Sie gedeihen in praller Sonne auf durchlässigem Magerboden und sind auch absolut winterhart.

Als Beisteller bestens geeignet.
Substrat: Akadama, Blähton





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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Di 29 Mai 2012, 22:13

29.05.2012

Das Polster-Seifenkraut (Saponaria x olivana) ist eine Hybride aus Saponaria caespitosa und Saponaria pumila. Es verbindet die Blühwilligkeit des Rosa Seifenkrautes mit dem polsterartigem Wuchs des Zwerg-Seifenkrautes

Sie gedeiht in praller Sonne in durchlässigem Magerboden und ist auch absolut winterhart.

Als Beisteller nur in der Blüte attraktiv, ansonsten ein unscheinbares Kraut.
Substrat: Akadama, Blähton



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mi 30 Mai 2012, 00:49

30.05.2012

Das Strand-Leimkraut (Silene maritima) ist an den Küsten Westeuropas vom tiefsten Süden bis in den hohen Norden in verschiedenen Unterarten zu Hause.
Es liebt durchlässigen Magerboden in voller Sonne und ist auch total winterhart.
Es bildet lockere Polster mit wachsartigen Blättern.
Dies und die lange Blüte macht se auch als Beisteller interessant.
Entfernt man die Blütensiele nach dem Abblühen, bilden sich schnell immer neue Blüten.

Substrat: Akadama, Kies



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Do 31 Mai 2012, 18:44

31.05.2012

Die Binsenlilie (Sisyrinchium angustifolium) beheimatet in Amerika ist nicht zu verwechseln mit der heimischen Binsenlilie (Aphyllanthes). Wahrend die heimische Art binsenartige runde Blätter hat , sind die der hierbeschreibenen Art grasartig.
Die Gatung kommt von Süd- bis Nordamerika in zahreichen Arten in den Farben weiß, gelb und blau vor.
Sie gedeiht in jeder normalen frischen etwas feuchten Gartenerde, in halbschattiger Lage.
Sie samt sich an geeignetem Standort aus und bldet bald üppige Bestände.

Als Beisteller ist es fast ein Klassiker, der auch in blütenlosem Zustand durch seinen grasartigen Habitus eine gute Figur abgibt.

Auf den Bildern die weiße Varietät „Album“, die etwas wüchsiger und blühfreudiger ist, und als Beisteller auch die blaue Urform.








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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Sa 02 Jun 2012, 21:25

01.06.2012

Die Niedrige-Büschelglocke (Edraianthus pumilio) kommt aus dem Kalkgebirgen des Balakan. Wie der Name der Gattung sagt, hat man bei diesen Glockenblumegewächsen bei meist polsterartigem Wuchs ein Büschel stängelloser Blüten.

Die hier beschriebene Art ist die kleinste und bildet ein dichtes nadelartiges Polster, das sich vom Rand her binnen zwei Tagen in einen Blütenteppich verwandelt.

Dabei ist die Pflanze sehr robust, gedeiht in voller Sonne selbst auf blankem Tuffstein, und ist absolut winterhart, sofern sie im Winter nicht zu nass steht.
Ideal ist eine leicht abschüssige Lage bei guter Drainage.

Als Beisteller sind diese Eigenschaften natürlich ideal.
Substrat: Akadama,Blähton, Kalksplitt oder direkt auf Tuffstein.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Sa 02 Jun 2012, 21:28

02.06.2012

Edraianthus owerianum, eine Büschelglocke ebenfalls aus den südlichen Kalkgebirgen,
bildet lockerere nadelartige Polster, ist nicht ganz so wüchsig, wie die voran beschriebene Art, die Blüten sind aber größer und farbintensiver.

Auch diese Art liebt sonnige Plätze auf Kalkboden mit guter Drainage und wintertrockenen Standort.

Als Beisteller gelten die gleichen Angaben wie für E. pumilio.
Substrat: Akadama,Blähton, Kalksplitt



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Sa 02 Jun 2012, 21:42

03.06.2012

Die Grasblättrige Büschelglocke (Edraianthus gramnifolius) ist eine etwas größere horstbildende Staude.
Sie kommt ebenfalls aus den südlichen Gebirgen von Rumänien bis Italien.
Sie liebt Lockeren durchlässigen Boden, will aber nicht unbedingt in praller Sonne stehen.
Sie blüht etwas später als die vorangegangenen Arten, steht diesen aber in Blütenfülle kaum nach.

Als Beisteller zu groß, aber ideal zur Kübel- bzw. Trogbepflanzung.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Di 05 Jun 2012, 21:22

04.06.2012

Die Die Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi) steht jetzt auf vielen Wiesen in voller Blüte.
Weniger bekannt ist die Zwergform (Lychnis flos-cuculi nana) , welche flache Polster mit fast stängellosen Blüten bildet.
Beide lieben sonnige Plätze in frischer feuchter Erde.

Als Beisteller ist nur die Zwergform geeignet:
Substrat: lehmige Gartenerde oder Keto.





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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Di 05 Jun 2012, 21:23

05.06.2012

Der Zwergbaldrian (Valeriana supina) ist vom Habitus kaum als solcher auszumachen.
Als einziger Baldrian wächst er polsterartig flach mit Dolden fast ohne Stiel.
Heimat sind die östlicheren Kalkalpen.
Er liebt durchlässigen Boden in sonniger Lage.
Er will aber nicht zu trocken stehen und ist vor Kahlfrösten zu schützen.

Als Beisteller sicher geeignet:
Substrat: Akadama / Blähton.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mi 06 Jun 2012, 21:43

06.06.2012

Das zwergige Johanniskraut (Hypericum kazdaghensis) hat seinen latainischen Namen vom Kaz Dağı , dem westtürkischen Ida-Gebirge, wo es vorkommt.
Er liebt durchlässigen Kalk-Boden in vollsonniger Lage und hat auch mit Trockenheit wenig Probleme.
Es ist absolut winterhart.

Von allen Johanniskraut-Arten, die ja wie das heimische tw. meterhohen Wuchs zeigen,
ist es am ehesten als Beisteller geeignet:
Substrat: Akadama / Blähton.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Fr 08 Jun 2012, 02:44

07.06.2012

Das Mauer-Zimbelkraut (Cymbalaria muralis) wächst überall da , wo es feucht und schattig ist und keine Konkurrenz anderer Pflanzen da ist.
Wie der Name es sagt, findet man es meist in Mauerritzen auf der Nordseite.

Es hat wenig Zweck, die Art irgendwo im Garten anzusiedeln, sie hält sich maximal 1-2 Jahre, dann wird sie verdrängt.

In der Beistellschale kann sie sich über Jahre halten.
Als Substrat eignet sich jede nähstoffarme Gartenerde oder Akadama.
In nährstoffreichem Substrat oder auch bei Düngung, bilden sich statt dem zierlichen Blattwerk , kräftige fleischige Blätter, was nicht erwünscht ist.
Das Zimbelkraut ist ein Dauerblüher von Ende mai bis in den Herbst hinein.
Es darf aber nie austrocknen und muss immer im Schatten stehen.












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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Fr 08 Jun 2012, 23:54

08.06.2012

Teufelskrallen gehören zu den Glockenblumengewächsen, was man erst auf den zweiten Blick erkennen kann.
Eine gängige , leicht zu kultivierende Art ist die Scheuzer-Teufelskralle (Phyteuma scheuchzeri). Sie kommt aus den südlichen Alpen und wächst da sowohl auf Kalk als auch auf Silikat. Sie vermehrt sich selbst aus Samen. Letztere gehen mit der Zeit überal in Nähe der Mutterpflanze auf.

Als Beisteller sollte man ein nicht zu großes Gefäß wählen, dann bleibt sich kleiner.
Substrat : Akadama oder Gartenerde.

Weniger geeignet als Beisteller, weil vom Wuchs doch sehr hoch und üppig ist die
Ährige Teufelskralle (Phyteuma spicatum). Sie kommt auch hierzulande auf feuchten Waldwiesen vor.
Normalerweise ist sie weiß und wahrscheinlich ist die Art, die ich habe, eine Hybride mit der Schwarzen Teufelskralle (Phyteuma nigra).













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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Fr 08 Jun 2012, 23:57

09.06.2012

Die Schopfteufelskralle (Physoplexis comosa), auch Schopf-Rapunzel gehört nicht zu der Gattung der eigentlichen Teufelskrallen sondern bildet eine eigene innerhalb der Glockenblumengewächse. Sie kommt aus den südlichen Kalkalpen und bevorzugt absonnige feuchte Spalten.
Bei der Kultur im Alpinum ist es nicht ganz einfach, einen passenden Platz zu finden, an dem sie sich wohlfühlt.
Das zarte Pflänzchen wird auch mit Vorliebe von Schnecken heimgesucht, die ihr binnen ganz kurzer Zeit den Garaus machen können.
Die Kultur im Topf oder Beistellschale ist oft unkomplizierter als im Freiland.
Für die Kultur sollte man das Substrat verwenden, in dem es bei Erwerb steht.
So schön die Art ist, sie bleibt a.G. der nicht ganz unkomplizierten Kultur eine Liebhaberpflanze.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am So 10 Jun 2012, 13:33

10.06.2012

Der Gelbe Lerchensporn (Corydalis lutea) ist ein absoluter Dauerblüher von Mai bis in den Herbst hinen. Ursprünglich in den südlichen Kalkalpen beheimatet hat er sich nahezu im ganz wärmeren Europa verbreitet. Man trifft ihn bei uns meist zusammen mit Zimbelkraut in schattigen Mauerritzen und generell da wo es feucht und schattig ist.
Er vermehrt sich willig aus Samen.

Als Beisteller a.G. der Größe und der tiefgehenden Pfahlwurzel weniger geeignet.
Wenn man es dennoch versuchen will, sollte man kleine Sämlinge frühzeitig in eine Schale pflanzen.




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