Daily Alps

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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mo 11 Jun 2012, 23:25

11.06.2012

Es beginnt die Zeit, wo man jeden Tag 5 Arten einstellen könnte , die jetzt blühen.
Glockenblumen, Nelken, Orchideen, Enziane stehen auf dem Sprung.
Die Azaleen beenden langsam die Blühsaison.
Darum jetzt geballt einige der schönsten alpinen Arten und spätblühende Wildarten.

Die folgende Art hat ihre Blüte schon hinter sich (Blütezeit Mitte Mai).
Der Rhododendron calostrotum ist eine sehr schöne Art aus den Hochgebirgen Chinas.
Es gibt zwei Subspezies, ssp. Keletikum, die strauchartig wächst und ssp. Calostrotum mit flächigem fast teppichartigem Wuchs. Die Blüte ist bei beiden Formen fast identisch.
Die Art blüht nicht üppig, aber die Einzelblüten sind sehr schön.

Hier die teppichartige Form, die natürlich wie fürs Alpinum gemacht ist.
Sie gedeiht in leicht saurem frischem Boden und liebt einen halbschattig bis leicht sonnigen Platz.






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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mo 11 Jun 2012, 23:52

12.06.2012

Zwei sehr schöne Arten nebeneinander.
Die Glockenblumenartige Azalee (Rhododendron campylogynum myrtilloides) ist hinsichtlich der Blütenform schon ein Exot unter den Azaleen.
Schaut man nur die Blüte an, kann man kaum glauben, dass es sich um eine Azalee handelt. Sie kommt aus den Hochgebirgen Chinas und Burmas und liebt einen halbschattigen Standort in humosen Boden.
Man sollte beim Händler ältere schon in Blüte befindliche Pflanzen erwerben.
Bei Jungpflanzen kann man ansonsten u.U. bis zu 10 Jahre auf die Blüte warten.


Rhododendron nakaharai kommt aus Nordthaiwan und ist eine zierliche immergrüne winterharte Form mit für die gemessen an der Pfalnzengröße großen auffälligen Blüten in kräftigem Pink.

Beide blühen aktuell , gehören also zu den spätblühenden Azalleen.





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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Di 12 Jun 2012, 00:01

13.06.2012

Eine spätblühende größere Strauchazalee , die aktuell blüht , ist (Rhododendron carolianum)
aus den amerikanischen Appalachen.
Sie blüht jedes Jahr üppig und ist absolut winterhart.
Sie gedeiht in normaler humoser Gartenerde am liebsten im Halbschatten


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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Di 12 Jun 2012, 00:16

14.06.2012

Eine wegen der späten Blüte wertvollsten Arten und zugleich wunderschön in der Blüte ist
die Kamtschatka-Azalee (Rhododendron camtschaticum).
Die Herkunft dürfte klar sein.
Die Art ist langsamwüchsig, weswegen man auch kräftige ältere Pflanzen erwerben sollte.
Die Standortwahl ist nicht ganz einfach. Sie braucht lichte Standorte möglichst mit Morgen und Abendsonne in frischen humosen nicht zu sauren Boden, idealerweise in Felspalten.
Schwächelt sie, sollte man sie umpflanzen.
Sie blüht aktuell noch nicht, sondern erst ab Mitte Juni bis Anfang Juli.
Bei günstger Witterung kann man sich im November über eine Spätblüte freuen.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am So 17 Jun 2012, 01:41

15.06.2012

Klassiker sowohl im Alpinum als auch als Beisteller sind die Dachwurze (Sempervivum), hier
der Berg-Hauswurz (Sempervivum montanum) in voller Blüte.
Er kommt in nahezu allen europäischen Gebirgen und Hochgebirgen vor in zahlreichen Varietäten und ist auch züchterisch bearbeitet in zahlreichen Gartenformen und Hybriden in jedem Baumarkt zu finden.
Solch üppige Blüte erzielt man nur in vollsonniger Lage bei entsprechendem Wetter.
Ähnlich Bromelien , stirbt die blühende Rosette nach der Blüte ab.

Über die Kultur braucht es wenig Worte, denn Semperviven gedeihen in jedem Krümel Erde und selbst auf blankem Fels und sind Sonnenkoinder.
Sie können über Jahre in derselben Schale bleiben.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am So 17 Jun 2012, 02:05

16.06.2012

Die große Zeit der Glockenblumen beginnt mit der Blüte der Stern-Glockenblume (Campanula garganica).
Sie stammt aus Italien und Griechenland und ist absolut winterhart.
Man bekommt sie in fast jedem Gartenmarkt.
Sie liebt sonnige bis halbschattige Standorte und gedeiht in frischer bis trockener Normalerde.
Die Art eignet sich auch zur Begrünung von Trockenmauern.
Im Gegensatz zu vielen Polsterarten, die tw. extrem wuchern bildet die Art keine Ausläufer und bleibt kompakt, was sie auch als Beisteller interessant macht.

Substrat: Akadama oder normale Gartenerde


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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mo 18 Jun 2012, 21:22

17.06.2012

Die Dalmatische Glockenblume (Campanula poscharskyana) ist in zahlreichen Hybriden
in unseren Gärten vertreten. Sie stammt , wie der Name es verrät aus Südkroatien.
Sie gedeiht in jeder Gartenerde. Je nährstoffreicher der Boden desto üppiger ihr Wuchs, wodurch sie allerdings ihren Gebirgscharakter verliert.
Besser also pflanzt man sie in eine Felsspalte in duchlässige Magererde.

Im Gegensatz zur gestern beschriebenen Art bildet sie Ausläufer und neigt zum Wuchern.
Bei starken Kahlfrösten friert sie etwas zurück, ist aber prinzipiell nicht Tod zu kriegen.

Für Beisteller gibt es geeignetere kleine Arten



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mo 18 Jun 2012, 21:53

18.06.2012

Die Mauerglockenblume (Campanula portenschlagiana) ist ebenfalls gut bekannt als Steingartenpflanze.
Sie ist absolut anspruchslos und gedeiht auch auf trockenen Standsorten .
Sie bildet kompakte dichte Polster.
Das macht sie absolut wertvoll sowohl fürs Alpinum, als auch für den Steingarten .
Sie eignet sich auch sehr gut zur Bepflanzung von Trockenmauern.
Sie stammt ebenfalls aus den Gebirgen des Balkan und ist winterhart.

Als Besteller gut geeignet, kann sie über Jahre im Gefäß bleiben.
Substrat: Akadama/Blähschiefer




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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mi 20 Jun 2012, 21:42

19.06.2012

Die Zwerg-Glockenblume (Campanula cochleariifolia) ist in den europäischen Gebirgen weit verbreitet (Pyrenäen, Balkan, Alpen).
Sie liebt Kalkböden, gedeiht aber auch in normaler Gartenerde.
Der Boden sollte etwas frisch und feucht sein, der Standort eher halbschattig.
An geeigneten Standorten bildet sie rasenförmige Matten.

Es gibt natürliche weiße Findlinge und zahlreiche Zuchtformen, darunter auch sehr kleinwüchsige in der Blüte gefüllte Arten.

Alle eigenen sich sehr gut als Beisteller in normaler Gartenerde oder Akadama.
Die Art ist absolut winterhart.






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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mi 20 Jun 2012, 21:44

20.06.2012

Die Karpaten-Glockenblume (Campanula carpatica) kommt aus den südlichen Karpaten und hat ebenfalls mit zahlreichen Varietäten auch in weiß Einzug in unsere Gärten genommen.
Sie ist sehr wüchsig, gedeiht in jedem durchlässigen Gartenboden an eher trockeneren sonnigen Standorten und blüht recht lange bis in den September hinein.
Der Ausbreitungsdrang ist mäßig, allerdings samt sie allerorts aus, weswegen man ihr im Alpinum eher einen Randplatz zuweisen sollte.
Die Art ist absolut winterhart.

Als Beisteller eher zu groß.





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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Fr 22 Jun 2012, 20:29

21.06.2012

Die Bärtige Glockenblume (Campanula barbata) hat ihren Namen a.G. der v.a. im Inneren der Glocken befindlichen langen Haare die aufkriechende nektarraubende Insekten wie Ohrwürmer abhalten.
Sie ist in den Alpen und Karpaten beheimatet, wo sie kalkfreie humusreiche Matten bewohnt.
Es gibt auch die nicht seltene weiße Wildformen
Im Garten sollte sie in mit Torfhumus angereichertem Boden in halbschattiger Lage gepflanzt werden. Die Art ist kalkmeidend.
Als Beisteller zu groß.




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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Fr 22 Jun 2012, 20:45

22.06.2012

Mal wieder paar paar Nelken.
Dianthus haematocalyx (ssp. Haematocalyx) aus den Bergen des Balkan ist eine der spätesten Zwergpolsternelken und zugleich mit ihrem intensiven Pink eine der auffälligsten.
Sie liebt gut durchlässige , aber im Vergleich zu anderen Nelken vom Balkon doch etwas frische feuchtere Erde.
Dennoch will sie für eine intensive Blüte auch viel Sonne.
Das macht es schon etwas schwerig, einen geeigneten Standort zu finden.
Dort aber einmal angewachsen, ist sie ein Edelstein im frühsommerlichen Alpinum.
Als Beisteller sollte sie in reinem Akadama stehen.
Sie ist absolut winterhart und lässt sich gut aus Samen ziehen.




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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am So 24 Jun 2012, 17:21

23.06.2012

Mal wieder paar paar Nelken.
Die Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) ist in ganz Europa verbreitet außer im Norden.
Der Name kommt von der Landschaft Chartreuse bzw. vom Kartäuserorden.
Die Art wurde standardmäßig als Heilpflanze gegen Knochenschmerzen und Rheuma in Klöstergärten angebaut.
Sie ist typischer Vertreter der Trockenrasenvegetation meist auf Kalkböden.
Aus einer Bodenrosette kommen meherer bis zu 40cm lange Blütenstiele mit vielen Einzelblüten.
Die Art ist absolut winterhart und will einen sonnigen Standort in durchlässigem Boden
Als Beisteller ungeeignet.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mo 25 Jun 2012, 20:45

24.06.2012
Die Kultur von Wildorchideen im Garten sind mit Ausnahmen (http://bonsai.forumieren.de/t576p90-daily-alps#4388) keine ganz einfache Geschichte.
Relativ unkompliziert sind Sumpforchideen, da sie sich meist durch Rhizome vermehren und nicht durch Knollen.
Das Problem ist, man braucht einen Sumpf.
Eine Anleitung, wie man den anlegt, findet man hier:
http://www.orchideen-im-garten.de/moor_anlage.html
Ich habe bei mir einen großen rechteckigen Mörtelkübel als Wasserreservoir eingegraben.
Wichtig ist, das darin auch Platz für Wasser bleibt und nicht mit der Zeit verdichtete Erde
Keinen Raum für Wasser lässt.
So habe ich in den Mörtelkübel mit Löchern versehene Plastekanister reingeschichtet.
Das Ganze wird mit Gaze abgedeckt, darauf eine Bambusmatte. Zum Abschluss wurden Weißtorfballen (Hornbach) drübergeschichtet.

Schöne blüh- und vermehrungswillige Sumpforchideen sind Pogonien aus den Sümpfen Nordamerikas.
Hier vorgestellt ist Pogonia_ophioglossoides , die einmal eingewachsen binnen weniger Jahre so ein Sumpfareal komplett in Besitz nehmen kann.
Um die Vitalität und Blühwilligkeit zu erhalten, sollte man die Bestände darum nach 3-4 Jahren teilen und reduzieren.

Bzgl. Winterschutz sind keine besonderen Maßnahmen erforderlich.





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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mo 25 Jun 2012, 21:28

25.06.2012
Auf dem gestrigen Bild sieht man neben den Pogonien noch paar größere krautige Exemplare, die schon ihre Blütenstände rausschieben.
Das ist die heimische Sumpf-Stendelwurz (Epipactis palustris), auch Sumpf-Sitter oder Weiße Sumpfwurz genannt.
Sie ist über fast ganz Europa bis Sibirien verbreitet.
Auch sie vermehrt sich v.a. vegetativ über Rhizome und bildet schnell größere Bestände.
Auch hier gilt es , beizeiten die Rhizome zu teilen, sonst werden die Bestände zu üppig und die Blühwilligkeit nimmt ab.
Die Art wird im Knospenstadium bevorzugt von Läusen befallen.
Da muss man rechtzeitig was gegen tun , sonst werden die stattlichen Blütenstände schon vor dem Aufblühen nachhaltig geschädigt.

Wichtig bei der Haltung von Wildorchideen!!!
Grundsätzlich stehen alle heimischen Wildorchideen unter strengem Naturschutz.
Es gibt allerdings eine Reihe von Spezialgärtnereien , die heimischen Arten vermehren, anziehen und anbieten.
Beim Erwerb sollte man sich immer eine Rechnung geben lassen, bzw. man bekommt in der Regel auch ein Zertifikat, dass es sich bei den Pflanzen um keine der Natur entnommenen Exemplare handelt.
Dieses sollte man auch aufbewahren, falls Fragen kommen.
Zunehmend werden auch in Baumärkten Freilandorchideen angeboten.
Da sind jedoch meist gartenwilligere Züchtungen oder nichtheimische Arten.
Dafür braucht man zwar keinen Herkunftsnachweis, aber die Grenzen sind bei den Arten fließend und ehe man bei meist ahnungslosen Gartenmarkpersonal nachfragt, hebt man besser zur eigenen Sicherheit den Kassenbon auf.

Bzgl. Winterschutz sind keine besonderen Maßnahmen erforderlich.





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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Do 28 Jun 2012, 20:18

26.06.2012
Eine der häufigsten heimischen Orchideen ist das
Gefleckte Knabenkraut (Dactylorhiza maculata) . Es kommt in ganz Mitteleuropa bis Sibirien vor und ist rel. anpassungsfähig. So kommt es sowohl auf Kalkböden, als auch auf sauren Standorten vor. Man trifft es auf rel. trockenen Wiesen als auch auf Feuchtwiesen an.
Hinsichtlich Standort im eigenen Garten sollte man sich nach den Kulturbedingungen der Herkunftsgärtnerei richten. I.d.R ist das ein torf- bzw. humushältiger Boden mit Kalksplitt der schon eher dauerfeucht sein sollte.

Im Gegensatz zu den vorher beschriebenen Arten ist das eine Knollenorchidee, die sich schwer vermehrt.
Unter Idealbedingungen bilden ausreichend große kräftige Pflanze alle 2 Jahre eine Tochterknolle. Entfernt man den Blütenaustrieb frühzeitig geschieht das häufiger.
Das sie von selbst aussamt sie äußerst selten.
Konkurrenzdruck halten Knollenorchideen nicht gut stand.
Ganz wichtig ist darum bei der Kultur die Vergesellschaftung mit Nachbarpflanzen, die insbesondere auch im Wurzelbereich wenig wuchern und der Schutz vor Schnecken.

Bzgl. Winterschutz sind keine besonderen Maßnahmen erforderlich.


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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Fr 29 Jun 2012, 02:52

27.06.2012
Hier noch paar Bilder von Wildstandorten.
Wer in den Deutschen Alpen mit Auto oder Rad unterwegs ist, sollte unbedingt die Mautstrecke zwischen Wallgau bei Garmisch-Partenkirchen und Sylvensteinsee mitnehmen. Entlang der Isar ergeben sich dort nicht nur herrliche Blicke auf die Bergwelt, in der Flussaue befindet sich auch ein einzigartiges Paradies für Botaniker und Pflanzenfotografen.

Hier paar Bilder:

Einer der schönsten Enziane , der Schlauchenzian (Gentiana utriculosa). Leider ist er einjährig, müsste also immer wieder aus Samen gezogen werden.



Überall zu sehen, das Gefleckte Knabenkraut (Dactylorhiza maculata)



Weisse Waldhyazinthe (Platanthera bifolia)



Mehlprimel (Primula farinosa)



Kugelige Teufelskralle (Phyteumia orbiculare)



Mückenhändelwurz (Gymnadenia conopsea)



Großblumige Barunelle (Prunella grandiflora)







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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Sa 30 Jun 2012, 00:52

28.06.2012
Der Gröfaz plante , in Nürnberg ein gigantisches Stadion zu bauen.
Um die Akustik und das ganze drumherum zu testen, wurde im Hirschbachtal , einem Nebental der Pegnitz (Fränkische Schweiz) ein Tribünensegment in Originalgröße gebaut.




Das ganze wurde später rückgebaut.
Übrig blieben die Terrassen am Hang und es wuchs nicht nur Gras und Wald drüber, es bildete sich auf Grund der besonderen Gegebenheiten ein einzigartiges Orchideenbiotop.
12 Arten auf engstem Raum findet man wohl kaum anderswo.
Natürlich blühen nicht alle auf einmal, aber bei einem Besuch Anfang Juni hat man gute Chancen wenigsten die 5-6 Arten blühend zu sehen.



Hier paar Bilder:

Rotes Waldvöglein (Cephalanthera rubra)




Braunrote Stendelwurz (Epipactis atrorubens)




Mückenhändelwurz (Gymnadenia conopsea)



Nickendes Leimkraut (Silene nutans)




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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Sa 30 Jun 2012, 01:09

29.06.2012

Zurück ins heimische Alpinum.

Ein schöner Sommerblüher ist der.
Flügelkopf oder auch Rosa Scheinskabiose (Pterocephalus perennis) aus den Bergen Griechenlands.

Die Art ist eng mit den Scabiosen verwandt, wächst aber flach, fast kriechend.
Sie liebt einen vollsonnigen Standort in aber eher teifgründiger Erde.
Sie wurzelt tief und kann daher , einmal eingewachsen , nur schwer umgestzt werden.

Sie ist absolut winterhart
Als Beisteller wenig interessant.





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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Sa 30 Jun 2012, 01:27

30.06.2012

Sedumarten gibt es in zig Arten und Zierformen und doch sind die einfachen heimischen Arten gerade jetzt in Blüte immer wieder schön anzusehen.

Hier der Milde Mauerpfeffer (Sedum sexangulare), den man auch oft in sandigen Gegenden am Straßenrand sehen kann.

Sedumarten sind vollig anspruchslos, gedeihen in vollsonniger Lage in magerem sandigen Boden.

Obwohl sicher geeignet , sind sie als Beisteller selten zu sehen.
In der Kultur ähnlich den Dchwurzen.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mi 04 Jul 2012, 03:20

01.07.2012

Eine schöne Sedum-Wildart ist auch das Kamtschatka-Sedum (Sedum kamtschaticum).
Herkunft ist klar.
Auch diese Art ist an Robustheit kaum zu übertreffen.
Es eigenet sich auch für Trockenmauern und zur Felsbepflanzung.
Eine Handvoll Erde auch in voller Sonne reicht ihm.
Stellt man es aber andersherum in nährstoffreiches Substrat oder in normale Gartenerde , wird es üppig und der gedrungene Habitus geht verloren.
Als Beisteller auch auf Stein gepflanzt gut geeignet, allerdings etwas groß.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mi 04 Jul 2012, 03:34

02.07.2012

Dieses Sedum ist ein ungewolltes Mitbringsel aus Ungarn, was inzwischen alle mögliche Stellen im Alpinum besiedelt.
Es handelt sich höchstwahrscheinlich um Sedum tatarinowii, einer im asiatischen Raum (Mongolei, China) beheimateten Art.
Die Besonderheit der Art, nach der Blüte stirbt meist die Pflanze ab.
Allerdings samt sie üppig aus , sodass immer wieder Bestände der schön blühenden Art auftauchen ohne lästig zu werden.
Prinzipiell verhält sie sich also wie eine einjährige Pflanze.
Aus letzterem Grund eher nicht als Beisteller geeignet.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mi 04 Jul 2012, 03:52

b]03.07.2012[/b]

Wieder einmal ein Alpenklassiker, der Arnika (Arnica montana),
auch Bergwohlverleih.
Letztere Bezeichnung bezieht sich auf seine Bedeutung als Heilpflanze in der Volksmedizin.
Weniger bekannt ist sicher , dass es früher Bestandteil von Schnupftabak war und auch als Kräutertabak geraucht wurde
Es kommt in allen europäischen Gebirgen bis 2800 m vor und bevorzugt feuchte saure Standorte (kalkfliehend).
Solche Standorte im Garten zu finden kann, schwierig sein, bei Kalkboden wird es ganz schwierig.
Ideal ist ein Standort am Rande eines Moorbeetes oder Gartenteichs in lehm-torf-haltigem Boden.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Fr 06 Jul 2012, 00:02

04.07.2012

Klee ist uns v.a. als Futterpflanze bekann , dass unsere Wiesen besiedelt und als Unkraut im Garten eher unbeliebt ist.
In den Alpen begegnen uns sind diverse Kleearten auf den Bergwiesen und in Felsritzen.
Eine der Arten der in ganz Europa anzutreffen ist sowohl in Höhen bis 2500 m als auch hinein bis ins Flachland ist der Gewöhnliche Hornklee (Lotus corniculatus) .
Auch hier gibt es zahlreiche Subarten , Hybriden und Züchtungen von krautigem bis polsterartigem Wuchs und in diversen Blütenfarben.
Die Kleearten sind v.a. wegen ihrer langen Blütezeit von Mai bis September für s Alpinum wertvoll.
Fürs Alpinum sollten Species aus der alpinen Region mit flachem Wuchs ausgewählt werden und in Magerboden gepflanzt werden.
Auch für die Art gilt:
Pflanzt man in in „fette“ Erde, geht der gedrungene für alpine Arten gedrungene Habitus verloren.
Die Arte ist nicht ganz winterfest.

Als Beisteller sind wohl eher Sauerkleearten interessanter.


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Zwerggeißbart (Aruncus aethusifolius)

Beitrag  Thomas am Fr 06 Jul 2012, 02:55

05.07.2012

Von den Alpen bischen mehr in die Wälder.
In den heimischen Wäldern blüht gerade der Waldgeißbart, eine bis zwei Meter hohe Staude.
Aus den Wäldern Koreas kommt  der wesentlich kleinere  Zwerggeißbart  (Aruncus aethusifolius) .
Auch er liebt schattige Platze in frischem Boden, also Plätze im Garten, wo sich auch Hosta und Rhododendren wohlfühlen.
Auf dem Bild sieht er recht üppig aus und dennoch ist er bestens als  Beisteller geeignet , wo er wesentlich kleiner bleibt und die Blüte dezenter.





Zuletzt von Thomas am Mo 28 Apr 2014, 04:32 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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