Daily Alps

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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Sa 07 Jul 2012, 21:08

06.07.2012

Igelpolster sind Halbstreucher und Vertreter der Bleiwurzgewächse und eng verwandt mit den Grasnelken (Armeria).
Das Grüne Igelpolster (Acantholimon glumaceum) ist verbreitet vom Westen der Türkei
bis Iran und Kaukasus.
Es ist immergrün und absolut winterhart.
Es liebt vollsonniges Standorte und trockenem durchlässigen Kalkboden.
Es ist absolut anspruchslos , das Anwachsen dauert allerdings erst mal bischen.
Nach dem Anwachsen bildet es schnell große Bestände.

Als Beisteller geeignet, aber besser ist das folgende gedrungenere Blaue Igelpolster.









Zuletzt von Thomas am Sa 07 Jul 2012, 21:17 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Sa 07 Jul 2012, 21:16

07.07.2012

Nur auf Kreta im Idagebirge kommt das Blaue Igelpolster (Acantholimon androsaceum), auch Stechnelke genannt, vor.
Gegenüber der vorhergehenden Art ist der Wuchs gedrungener, das Laub derber und nadelartig spitz.
Es ist immergrün und absolut winterhart bildet an sonnigen Plätzen in durchlässigem Substrat schnell große kugelartige Polster.
Als Beisteller sehr gut geeignet.
Nicht nur in der Blüte macht es eine super Figur.
Substrat: Akadama/Blähschiefer u.o. Kalksplitt





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Thomas

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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am So 08 Jul 2012, 03:03

08.07.2012

Der Klassiker schlechthin ist das Alpen-Edelweiß (Leontopodium nivale ssp. alpinum).
Wie der Name verrät ist es eine Subspezies.
Deren anderer Vertreter ssp. nivale ist die südliche Variante aus Pyrenäen und Apruzzen.
Das Edelweiß liebt einen sonnigen etwas feuchten Standort auf durchlässigen Kalkboden. Trockenheit wird genau wie Staunässe schlecht toleriert, was es nicht einfach macht einen geeigneten Standort, am günstigsten in eine Felspalte, zu finden.
Als Beisteller wenig interessant, dann eher die weniger bekannten flachwüchsigen asiatischen Arten.


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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Do 12 Jul 2012, 00:13

09.07.2012

Das Chinesische Edelweiß (Leontopodium souliei) ist gegenüber der europäischen Art zierlicher, wuchsfreudiger und unkomplizierter.
Es bleibt flach und breitet sich polsterförmig aus.
Die Ansprüche sind insgesamt ähnlich, also sonniger Standort, durchlässiges Substrat, leicht kalkhaltiger Boden, wobei Trockenheit eher toleriert wird.


Als Beisteller sicher brauchbarer als die heimische Art, aber nur in der Blüte interessant.
Da diese auf die meist ausstellungsarme Zeit im Sommer fällt, wird man ein Edelweiß wohl selten als Beisteller sehen.




Zuletzt von Thomas am So 15 Jul 2012, 22:33 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Do 12 Jul 2012, 00:29

10.07.2012

Der Gelber Eisenhut (Aconitum lycoctonum) oder Wolfs-Eisenhut ist ein Vertreter der alpinen Hochstaudenflora.
Er gedeiht an schattigen Platzen auf feuchten humusreichen Standorten.
Im Garten breitet er es sich an geeigneten Standorten durch Samen schnell aus ohne lästig zu werden.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Do 12 Jul 2012, 01:08

11.07.2012

Bekannter als der Gelbe Esenhut ist sicher der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus) .
Er kommt im Bergland fast aller europäischen Gebirge bis in Höhen von 2500m vor.
Es gibt zahlreiche Gartenformen und Züchtungen.
Er bevorzugt schattige Platze auf frischem humusreichen Boden.
Die Eisenhutarten gehören zu den giftigsten heimischen Pflanzen.
Dafür verantwortlich ist v.a. das Alkaloid Aconitin, was auch Hauptbestandteil der Hexensalben war.
Wohldosiert führte es zu jenen Flugphantasien und sexuellen Wahnvorstellungen , wie der Paarung mit dem Teufel.
Überdosiert führt es aber schnell zum Tode.
Da Aconizin auch über die Haut aufgenommen wird, ist Vorsicht auch im Umgang mit der Pflanze im Garten geboten.
Insbesondere Kleinkinder sind von der Pflanze fernzuhalten.






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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Do 12 Jul 2012, 21:13

12.07.2012

Bleiben wir bei Giftpflanzen, z.B. den Fingerhüten.
Hier einer, den der Laie nicht auf den ersten Blick als Fingerhut ausmacht,
der Balkan-Fingerhut (Digitalis laevigata) .
Er kommt in den Bergregionen des gesamten Balkan vor.
Dort besiedelt er halbschattige feuchte Plätze, meist in Nähe von Quellen, Mooren oder Seen.
Die meisten Fingerhüte sind keine überdauernde Stauden sondern vermehren sich durch Samen.
Der hier gezeigte ist auch aus Samen aus Kroatien aufgegangen.
Er steht am Rande eines kalkhaltigen Moorbereichs.



]

Am Naturstanort im Utschka-Gebirge (Istrien)


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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am So 15 Jul 2012, 22:34

13.07.2012

Hier eine Neuerwerbung aus den Nordamerikanischen Bergen , eine Aster,
Aster coloradnesis .
Gerade sommer- und herbstblühende alpne Arten sind wertvoll, weil selten.
Die Hauptblütezeit der mesiten Arten liegt im Frühjahr.


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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am So 15 Jul 2012, 23:10

14.07.2012

Einige alpine Klassker sind bisher eindeutig zu kurz gekommen, z.B. die Enziane.
Es gibt davon unzählige Arten, Züchtungen und Hybriden.
Limitierend ist, dass einige der schönsten Arten einjährig sind, d.h. sie überdauern nicht und vermehren sich alljährlich nur aus Samen (siehe hier ).
Beginnen wir mit den aktuell blühenden Arten.
Der Dahurische Enzian (Gentiana dahurica) , auch Sibirischer Enzian oder Chinesischer Kreuzenzian genannt, stammt aus den asiatischen Hochgebirgen von Sibirien über die Mongolei bis China.
Er bevorzugt sauren bis neutralen frisch-feuchten Boden in halbschattiger Lage.
Er ist der Liebling aller Schnecken und wenn man nicht aufpasst,
werden die frischen Triebe im Frühjahr schon komlett abgegrast, sodass sie gar nicht erst das Licht erblicken.





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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mo 16 Jul 2012, 01:37

15.07.2012

Der Scharfe Enzian (Gentiana scabra) oder auch Japanischer Herbstenzian erfreut
mit seiner Blüte von Juli bis August.
Er kommt vor in Japan , Ostsibirien , China und Korea.
Er gedeiht in frischer-feuchter Erde im neutralen Bereich und liebt halbschattige Standorte
etwa am Gehölzrand.
Als Beisteller sind all die jetzt beschriebenen Arten a.G. der Größe
kaum geeignet.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mo 16 Jul 2012, 01:53

16.07.2012

Dem Lungen-Enzian (Gentiana pneumonanthe) wird Heilwirkung bei Lungenkrankheiten nachgesagt. Daher bekam er seinen Namen.
Er kommt in fast ganz Europa bis Asien und Kaukasus vor.
Er ist ein Bewohner von feuchten Magerwiesen bzw. Flachmooren im sauren bis neutralen Bereich.
Das macht die Haltung im Garten nicht ganz einfach.
Bei mir bewohnt er den Moorbereich, ansonsten ist er z.B. am Rand von Gartenteichen gut aufgehoben.
Er blüht von Juli bis August.
Die Blüten sind nicht durchgängig blau. Immer finden sich auch weiße Blüten.


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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Sa 21 Jul 2012, 00:11

17.07.2012

Dem Kräftge Enzian (Gentiana robusta) ist mit einer Wuchshöhe von 40 cm einer der größeren Vertreter der Gattung. Er kommt aus China und verlangt nach einem sonnigen feuchten kalkfreien Standort. Dort wächst er mit der Zeit zu stattlicher Größe heran und vermehrt sich auch aus Samen.




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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Sa 21 Jul 2012, 00:40

18.07.2012

Auch das Echte Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea) oder auch Gottesgnadenkraut gehört zu den Enziangewächsen. Es ist als uralte Heilpflanze gegen Magenbeschwerden bekannt und ist auch heute noch Bestandteil von „Magenbittern“.
Das Sammeln der streng geschützten Art ist in Deutschland allerdings verboten.
Die Pflanze kommt in fast ganz Europa und Nordamerika und Asien vor außer den nördlichen Regionen.
Es bevorzugt halbschattige feuchte bis halbtrockene Standorte.
Es ist ein- bis zweijährig, muss also durch Samen vermehrt werden.


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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Sa 21 Jul 2012, 01:02

19.07.2012

Dem klassischen Bild vom Enzian entspricht der Blaue Alpenenzian (Gentiana aucaolis),
auch Silikat-Glockenenzian oder Stengelloser Enzian genannt. Sehr ähnlich und leicht zu verwechseln ist er mit dem Kalk-Glockenenzian (Gentaina clusii). Im Gegensatz zu letzterem, das sagt der Name,
gedeiht er auf kalkfreien Standorten und kommt demzufolge auch in den Silikatalpen vor.
Er bevorzugt sonnige sauer feuchte Standorte.
Er vermehrt sich rel. langsam, bildet aber mit der Zeit stattliche Matten.
Obwohl seine Blüte etwas zurück liegt (Mai,Juni) sei er hier aufgeführt.


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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Fr 08 März 2013, 03:01

07.03. 2013

Ein neues Jahr hat begonnen in Alpinum und Garten.
Ich werde in diesem Jahr die im Vorjahr begonnene Serie fortsetzen und ergänzen.
Klar , dass ich nicht jeden Tag einen neue Art vorstellen kann.
Irgendwan ist der Stoff erschöpft.
Aber wie bei Bonsai kommt auch im Alpinum die eine oder andere Art neu hinzu.

Wenn ihr das Datum der Bilder vom letzten Jahr anschaut, so hat die Blütezeit der Frühblüher dieses Jahr fast einen Monat später eingesetzt.

Hier zur Einstimmung die ersten aktuellen Bilder:





Schneeglöckchen, Beschreibung hier:
http://bonsai.forumieren.de/t576-daily-alps#3863





Winterling, Beschreibung hier:
http://bonsai.forumieren.de/t576-daily-alps#3839



Amur-Adonisröschen, Beschreibung hier:
http://bonsai.forumieren.de/t576p30-daily-alps#3959



Gelber Krokus, Beschreibung hier:
http://bonsai.forumieren.de/t576-daily-alps#3879


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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Fr 08 März 2013, 03:27

08.03.2013

Der Crocus tommasinianus, der Dalmatinische oder Elfenkrokus ist die in hiesigen Gärten oder auch verwildert auf Wiesen und Auen am häufigsten anzutreffende Krokusart.
Er eignet sich hervorragend zur Verwilderung , da er auch durch Selbstaussaat schnell große Bestände liefert. Aus dem Mittelmeer stammend ist er einer der ersten, warscheinlich schon im Mittelalter eingeführten Krkusarten und gilt als Siedlungszeigerart. D.h. ,wo man heute Betände von der Art in freier Natur findet, müssen in Vorzeiten Menschen gesiedelt haben.

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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Di 30 Apr 2013, 01:32

29.04.2014

Wieder mal eine schöne offensichtlich leicht zu kultivierende Art,
das Pyrenäen Steinschmückel (Petrocallis pyrenaica), ein Kreuzblumengewächs aus den Kalkalpen und Pyrenäen.
Es bildet ganz flache dichte Polster und dürfte so auch als Beisteller interessant sein.
Substrat Blähschiefer/Akadama/Bims o. Kalksplitt



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