Daily Alps

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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Sa 31 März 2012, 05:22

31.03.2012

Jetzt beginnt die Zeit der Kuhschellen oder Küchenschellen (Pulsatilla), leider momentan bischen verregnet.
Küchen.. leitet sich dabei von der Verkleinerung von Kuh (Kühchen) ab, die lateinische Bezeichnung von pulsare (schlagen, läuten).
Die Frühlings-Kuhschelle (Pulsatilla vernalis) steht auf der Roten Liste und kommt aus den Alpen aus Höhen bis 3000m. Sie bevorzugt helle kalkarme Standorte, etwa auf Magerrasen oder zwischen Bergkiefernbeständen.
Sie ist nicht so wüchsig wie die Gewöhnliche Küchenschelle, bleibt auch kleiner.
Damit könnte sie durchaus auch als Beisteller interessant sein.








Bezugsquelle: Gletschergarten Chemnitz


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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am So 01 Apr 2012, 03:27

01.04.2012

Die Finger-Kuhschelle oder Stern-Kuhschelle (Pulsatilla patens) kommt aus den östlicheren Gebirgen bis Sibirien. In Deutschland steht sie auch auf der Roten Liste.
Wie bei der Gewöhnlichen Küchenschelle gibt es Varietäten in versch. Tönen von Blau, Lila, Rot und Weiß.
Meine kommt aus der Tatra





Bezugsquelle: Gletschergarten  Chemnitz


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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mo 02 Apr 2012, 20:06

02.04.2012

Die Gewöhnliche Kuhschelle  (Pulsatilla vulgaris) kennt man aus dem Garten.
Das natürliche Vorkommen erstreckt sich über das gesamte nördliche Mitteleuropa, wo sie allerdings überall selten geworden ist. In Deutschland findet man sie nur noch in den Mittelgebirgen. Sie bevorzugt kalkhaltige Magerböden in heller , aber sommerkühler Lage.
Die selektierten Gartenformen sind insgesamt weniger anspruchsvoll und wüchsiger.
Es gibt zahlreiche Varietäten von Weiß bis Rot.
Hier mal alle Varianten: eine Naturform in Blau, sowie Rot und Weiß







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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Di 03 Apr 2012, 00:37

03.04.2012

Jetzt kommen die Felsen- oder Hungerblümchen in Fahrt (siehe 27.03) Draba bruniifolia kommt aus dem Kaukasus, ist wie alle Hungerblumen rel. anspruchslos,
verträgt Sonne und Trockenheit und ist total frosthart.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mi 04 Apr 2012, 19:07

04.04.2012

Das Kärntner Felsenblümchen  (Draba carinthiaca), kommt auch in Kärnten vor, das Verbreitungsgebiet reicht aber von den Pyrenäen bis zum Kaukasus.
Die Bedürfnisse sind analog den anderen Draben, durchlässiges basisches Substrat, und viel Sonne.
Übrigens kann man alle Draben gut aus Samen ziehen.
Es ist oft auch ein besserer Weg, sie direkt in der Bestellschale auszusäen (Frostkeimer)



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Do 05 Apr 2012, 21:45

05.04.2012

Kaukausus Felsenblümchen sind fast alle gekennzeichnet durch dichte kompakte Polster aus kleinen Rosetten. Manche Varietäten haben einen fast moosartigen Habitus, so klein sind die Rosetten.
De Nomenklatur ist bischen uneinheitlich. Das geht von Draba bryoides bis Draba rigida var. bryoides . Und dann gibt es noch Draba bruniifolia , von Habitus und Herkunft fast identisch. In jedem Falle ist wohl  Draba bryoides var. imbricata   die kleinste Art mit den dichtesten Polstern.
Die Ansprüche entsprechen denen der vorangegangenen Draben.

Sicher ist diese Art a.G. von Habitus und  Kulturansprüchen ein idealer Beisteller, der zu allen Jahreszeiten, nicht nur zur Blüte, ein tolles Bild abgibt.

Wie man an den Bildern z.T. sieht, nutze ich als Substrat im Alpinum meist ausgedientes Bonsaisubstrat was beim Umtopfen abfällt. Das ist also Blähschiefer, Lava, Akadama, angereichert mit bischen Humus oder Torf.

Draba bryoides



Draba bruniifolia



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Fr 06 Apr 2012, 02:24

06.04.2012

Sündermanns Felsenblümchen (Draba x sündermannii) hat Polster ähnlich dicht wie bei den vorangegangenen Arten , blüht allerdings weiß.
Es ist wohl von der Herkunft eine Gartenhybride, die !925 von einem Herrn Sündermann
erstmals beschrieben wurde.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Sa 07 Apr 2012, 01:55

07.04.2012

Jetzt kommt eine meiner Lieblingspflanzen , der Alpenhahnenfuß (Ranunculus alpesris).
Die Hahnenfußgewächse sind ja prinzipiell allgegenwärtig in Natur und Garten.
Butterblume, Buschwindröschen usw. prägen immer bestimmte Jahreszeiten.
Der Alpenhahnenfuß ist im Vergelich dazu ein absoluter Dauerbrenner, der jetzt gerade seine Blüten öffnet und quasi nonstop bis zu Spätsommer durchblüht.
Zudem ist er rel. anspruchslos .Er braucht durchlässiges Substrat und einen etwas absonnigen Standort, der auch im Hochsommer ein dauerfeuchtes Substrat gewährleistet.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am So 08 Apr 2012, 01:03

08.04.2012

Die Die Goldprimel (Androsace vitaliana ) ist keine Primel, sondern wird den Mannsschilden zugerechnet.
Es ist aber kein typisches Mannsschild, denn es hat Blüten, die eher den Primeln ähneln
und auch kein weiteres Mannsschild blüht gelb.
Darum hat man es auch zwischenzeitlich einer eigenen Klasse zugeordnet und man findet
die Art auch unter dem Namen Vitaliana primuliflora .

Heimat sind die südlichen Hochgebirge von Spanien bis südliche Alpen.
Sie stellt keine besonderen Ansprüche: durchlässiges basisches Substrat, Sonne bis Halbschattten , im Sommer nicht zu trocken, im Winter nicht zu nass.
Ich habe noch kein Jahr erlebt, wo irgendwelche Teile zurückgefroren wären und jedes Jahr hat man jetzt im Frühjahr einen gelben Blütenteppich.






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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Di 10 Apr 2012, 00:52

09.04.2012

Fritillarien zieren seit langem unsere Gärten, aber meist nur wenige Arten wie etwa die
Kaiserkrone oder Schachbrettblumen mit vielen Zierformen.

Weniger bekannt sind die zahlreichen wunderschönen Wildformen, die völlig unkompliziert sind und auch bei uns prächtig gedeihen.

Dazu gehört die Türkische Kaiserkrone (Fritillaria michailovskyi).
Sie ist beheimatet im den Gebirgen der nordöstlichen  Türkei und  blüht von März bis Mai.
Wichtig ist ein rel. trockener Standort mit guter Drainage.
Die heimische Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) auch Schachblume oder Kiebitzei genannt, ist bei uns eingebürgert und ursprünglich eher südlich der Alpen beheimatet.
Im Gegensatz zu den orientalischen Gebirgsarten ist sie ein Bewohner saurer Feuchwiesen.
Im Garten kann sie in normaler Gartenerde stehen an nicht zu trockenem Standort, idealerweise etwa am Rand von Koniferenpflanzungen oder als Randbepflanzung am Gartenteich





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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Di 10 Apr 2012, 01:11

10.04.2012

Die erste blühende echte Schwertlilie, also nicht die Zwiebel- sondern Knolleniris, ist
die Buchara-Schwertlilie (Iris bucharica), auch Usbekistan.Schwertlilie oder Geweihiris genannt. Sie kommt aus den Gebirgen Usbekistans, Tadschikistans und Nord-Afghanistan.
Sie ist absolut winterhart, braucht aber einen rel. trockenen sonnigen Standort, bei guter Drainage.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Do 12 Apr 2012, 02:29

11.04.2012

Die Verwandtschaft mit dem allbekannten Märzenbecher ist offensichtlich.
Kaum sind dessen letzte Blüten verwelkt, beginnt die Zeit der Sommer-Knotenblume (Leucojum aestivum). Die beiden sind auch zugleich die einzigen Arten der Gattung.
Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über ganz Europa bis zum Iran.
Ähnlich dem Märzenbecher liebt sie feuchte bis nasse Standorte.
Vorsicht , die ganze Pflanze ist giftig!



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Do 12 Apr 2012, 21:12

12.04.2012

Die Zeit der Primel beginnt.
Die Teppich-Primel  (Primula juliae) ist in zahlreichen Züchtungen im Garten verbreitet. Die Naturform aus dem Kaukasus ist aber in ihrer Schlichtheit für mich schöner als jede noch so tolle Farbvariante.
Sie ist sehr wüchsig und blühfreudig und gedeiht in jedem normalen Gartenboden.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Fr 13 Apr 2012, 00:29

13.04.2012

Die Behaarte Primel (Primula hirsuta), auch  Rote Felsen-Primel, Drüsige Primel oder
Roter Speik genannt, ist Bewohner der europäischen Hochgebirge,
wo sie auf bevorzugt saurem Boden/Gestein bis zu Höhen von 3000m vordringt.
Sie ist ausdauernd und immergrün, was sie auch als Beisteller interessant macht.
Substrat : Akadama



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Sa 14 Apr 2012, 00:14

14.04.2012

Die Hohe Schlüsselblume (Primula elatior)) oder Waldschlüsselblume ist Basis vieler Gartenformen..
Sie gedeiht auf feuchten Wiesen; Bachrändern und Auenwäldern  in ganz Europa bis zum Altai.
Sie ist Lehmzeiger.
Auch als Beisteller macht sie eine gute Figur.
In einer Schale in reinem Lehm bleibt sie auch kleiner.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am So 15 Apr 2012, 02:39

15.04.2012

Die Echte Schlüsselblume (Primula veris), auch Wiesenschlüsselblume oder Himmelsschlüssel genannt
Ist in ganz Europa außer dem nohen Norden und dem Mittelmeerraum heimisch.
Sie liebt basenreiche Böden gedeiht aber in fast jedem Gartenboden.
Se bildet auch natürliche Hybriden mit Primula elatior.



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Re: Daily Alps

Beitrag  bonsaiklaus am So 15 Apr 2012, 17:28

Hallo, Thomas!
schöner beitrag! und tolle fotos. meine frau ist in einem gartenforum und hatte dort etwas über die küchenschelle geschrieben. sie möchte wissen, ob es erlaubt ist, deine seite Daily Alps zu verlinken. man müsste vorher probieren, ob das sinn macht, ob uneingeloggte gäste die fotos auch sehen können.
Alles Gute und Grüße, Klaus.

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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am So 15 Apr 2012, 20:11

Das ist ein öffentliches Forum und da kann jeder verlinken was er möchte,
schreiben was er möchte, lesen was er möchte.
Für bestimmte Funktionen muss man sich halt anmelden, u.a. um Bilder zu sehen.
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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mo 16 Apr 2012, 01:27

16.04.2012
Auch die Mannsschilder sind Primelgewächse und die schlagen jetzt durch.

Der Weiße Zwergmannsschild (Androsace carnea briganthiace)), kommt aus den südwestlichen Alpen und bevorzugt frischen lehmig , steinigen Boden.
Der Boden sollte auch im Sommer feucht bleiben.
Er ist frostfest bis in extreme Kältegrade, allerdings können hochsommerliche Hitze und Trockenheit zum Problem werden.
Das macht die Suche nach einem geeigneten Standort nicht ganz einfach.
Er samt sich am geeigneten Standort dann allerdings auch aus und bildet üppige Polster.
Als Beisteller  nimmt man besser unkompliziertere Arten.





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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Di 17 Apr 2012, 02:02

17.04.2012

Verlängerter Mannsschild (Androsace elongata), ist ein heimscher Mannsschild,
aber in Deutschland äußerst selten.
Das Hauptverbreitungsgebiet ist Südosteuropa bis Ostasien
Er ist einer der wenigen einjährigen Vertreter der Familie.
Wie der in mein Alpinum gekommen ist, weiß ich nicht, sicher mit irgendeiner Pflanze vom Händler.
In jede Falle samt er immer wieder aus und geht dann alljählich irgendwo im Kalkalpinum auf.
Als Beisteller eher wenig interessant.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mi 18 Apr 2012, 20:28

18.04.2012

Der Apennimischer Mannsschild (Androsace mathildae) ist einer der zierlichsten und schönsten Mannsschilde.
Die Größe  kann man einschätzen anhand der Blähtonkugeln auf dem Bild.
Er kommt aus den Gebirgen Mittelitaliens und bevorzugt kalkhaltigen Boden.
Er ist frostfest , allerdings muss auch hier der Standort sorgfältig gewählt werde.
V.a. sollte in sommerlicher Hitze der Boden nicht austrocken und insbesondere muss vor Schnecken geschützt werden.
Eine mittlere Schnecke verputzt so ein Pflänzchen   in weniger als 15 Minuten.
Die Art wächst auch prima auf Tuff- oder Spaghettisteinen. Da streut man idealerweise Samen in Löcher.
Überhaupt geht auf  Kalkschotter fast jeder Samen auf.

Als Beisteller ideal z.B. auch für Steinbepflanzung.
Substrat: Keto auf Kalktuff, ansonsten feines Akadama , feiner Bims oder Kalksplitt, feiner Blähton (Zermörsern)
Vorsicht : Im Sommer schattig stellen, darf nie austrocknen.
Schneckenschutz!!!





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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Do 19 Apr 2012, 01:03

19.04.2012

Noch so ein Winzling, das sagt schon der Name Zwergprimel (Primula minima).
Es kommt in allen Silkatgebirgen vor, also Alpen, Rhodopen, Tatra und Riesengebirge in Höhen ab 1000m.
Entsprechend dem Vorkommen liebt es kalkarme Böden.
Die Angaben zur Blüte auf dem Schild gelten evtl. für den natürlichen Standort.
Bei mir blüht es Anfang April, dieses Jahr bischen später, eben jetzt gerade.

Es ist die Wappenpflanze des Riesengebirgsvereins.
Dort wird es übrigens „Habmichlieb“ genannt.
Hoffmann von Fallersleben hat es in einem Gedicht verewigt.

Das Koppenblümchen "Habmichlieb"


Laß uns auf die Koppe steigen,
nun der Frühling ist erwacht!
Will Dir dort ein Blümchen zeigen,
das Dir froh entgegenlacht,
Was mein Herz noch nie gewagt,
Dir das liebe Blümchen sagt.
"Hab mich lieb!"

Wie´s auf ödem Felsgesteine
zwischen Moos und Gräsern sprießt,
und am warmen Sonnenscheine
seinen ros´gen Kelch erschließt!
Hab mich lieb, so spricht´s zu Dir,
Liebchen, komm´ und pflück´ es mir.
"Hab mich lieb!"

Blumen blüh´n an jedem Orte,
Blumen blüh´n auf Berg und Tal,
aber eine nur hat Worte,
ein grüßt Dich tausendmal.
Was mein Herz noch nie gewagt,
Dir das liebe Blümchen sagt.
"Hab mich lieb!"

Mit Koppe ist die „Schneekoppe“, der höchste Berg des Riesengebirges gemeint.
Es gedeiht in jedem normalen nicht zu trockendem Gartenboden.
Auch hier ist insbesondere der Schutz vor Schnecken wichtig.

Als Beisteller a.G. der Größe ideal , v.a. für Frühjahrsasstellungen in blühendem Zustand.
Substrat: Akadama/Lava, beides sehr fein.





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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Fr 20 Apr 2012, 00:37

20.04.2012

Die Lila Aurikel (Primula x venusta), ist eine Naturhybride aus Alpenaurikel (P. auricula) und   Krainer Primel  (P. carniolica)  aus den Julischen Alpen (Slowenien).
Sie liebt basenreiche Böden gedeiht aber in fast jedem Gartenboden, bildet schnell größere Horste und ist sehr blühwillig.
Mit allen hier vorgestellten Primeln gibt es keine Probleme mit Frost bzw. Überwinterung generell.
Bei kaum einer Familie habe ich so wenig Ausfälle.






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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Sa 21 Apr 2012, 01:23

21.04.2012

Ich war mal wieder auf Einkaufstour.


Da hat auch eine schöne Alpenprimel zu mir gefunden,
die Breitblättrige Primel (Primula latifolia), auch Drüsige Primel oder Westalpenprimel genannt.
Sie ist nicht ganz unkompliziert, verlangt durchlässigen, aber dennoch feuchten Boden
und muss insbesondere vor sommerlicher Hitze geschütz werden

Als Beisteller ist sie darum eher weniger interessant.





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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am So 22 Apr 2012, 00:48

22.04.2012

Der Rosa Tibetmannsschild (Androsace sempervivoides)) ist eines der pflegeleichtesten Mannsschilde.
Er gedeiht in jeder normalen  Gartenerde , in etwas absonniger Lage.
Der lateinische Name bezieht sich auf die Ähnlichkeit mit dem  rosettenartigen Wuchs der Semperviven (Dachwurze). werden.
Ähnlich wie diese vermehrt sie sich auch über Ausläufer und bildet schnell üppige Bestände.

Als Beisteller ist das wohl die geeigneteste Art unter den Mannsschilden, die über mehre Jahre in der Schale gehalten werden kann und da auch ziemlich sicher blüht.
Substrat: Akadama





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