Daily Alps

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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mo 23 Apr 2012, 00:13

23.04.2012

Androsace albana) ist ein einjähriges Mannsschild aus dem Kaukasus.
Er gedeiht in jeder normalen  Gartenerde , in etwas absonniger Lage.
Sie samt sich sicher am Standort wieder aus.
Bei einjährigen Alpinen sollte man eine Felsspalte auswählen, wo der Samen sicher in die bestehende Pflanzmulde fällt



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Di 24 Apr 2012, 01:00

24.04.2012

Mal kurz weg von den Primeln und zu bekannten Steingartenbewohnern, den Schleifenblumen.
Hier eine sehr hübsche kleine Form mit fast mattenartigem Wuchs, die Südliche Schleifenblume (Iberis pruitii) . Sie kommt , wie der Name es sagt , aus südlichen Regionen, den Gebirgen Frankreichs , Spaniens und des Balkan.
Sie ist absolut Winterhart, wächst in normalen Gartenboden und liebt ein sonniges Plätzchen.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mi 25 Apr 2012, 01:03

25.04.2012

Noch ein Klassiker, die Kaukasische Gänsekresse (Arabis caucasica).
Sie kommt nicht nur im Kaukasus vor, sondern nahezu im gesamten Mittelmeerraum einschließlich Marocko und Algerien.
Sie verträgt Kälte, aber auch extreme Sonne und Hitze, stellt als keine besonderen Ansprüche an Substrat und Standort.
Bereits um 1800 wurde sie als Zierpflanze eingeführt und ziert seitdem unsere Steingärten auch in zahlreichen Züchtungen und Varietäten auch in rosa, und cremefarben.

Die unkomplizierte Haltung macht sie auch als Beisteller interessant.




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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mi 25 Apr 2012, 23:03

26.04.2012

Zu Potentillen als Bonsai braucht man wenig zu sagen, es gibt aber auch eine Vielzahl schöner alpiner Arten wie das Zottige Fingerkraut (Potentilla crantzii). Je nach Herkunft
von Türkei bis Westsibirien, Alpen bis Grönland gibt es zahlreiche Varietäten, die sich in Wuchs und Blüte in Nuancen unterscheidet. Hier die nordische Varietät Pymalis , die sch durch gedrungen mattenartigen Wuchs und große goldgelbe Blüten auszeichnet.

Potentillen sind nicht alle winterhart, diese Art schon. Sie gedeiht in jeder Gartenerde und ist auch sehr genügsam.

Die unkomplizierte Haltung und die rel. lange Blütezeit macht sie auch als Beisteller interessant.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Fr 27 Apr 2012, 00:23

27.04.2012

Die Immergrüne Schleifenblume (Iberis sempervirens) ist die Stammform der bekannten Gartensorten. Als Gartenformen gibt es größere wüchsigere und dichter blühene Varietäten.
Die Naturform ist schwachwüchsiger und in der Blüte dezenter.
Sie kommt wie die meisten Iberis-Arten aus den mediterranen Gebirgen, ist wärmeliebend , winterhart und liebt leicht kalkhaltigen Boden.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Fr 27 Apr 2012, 00:25

28.04.2012

Grasnelken (Armeria)  sind allbekannte Gartenbewohner. Es sind allerdings keine Nelken sondern Bleiwurzgewächse. Sie sind Hochgebirgsarten und kommen nicht nur in Europa, sondern auch in Nord- und Südamerika vor.
Die hier ist eine unbenannte Zwergform aus den Pyrenäen.
Wie auch die Gartenformen ist rel. unkompliziert. Sie braucht einen sonnigen Platz in normaler Gartenerde und im Winter eine leichte Abdeckung.

Als Beisteller mit Blühgarantie ideal in reinem Akadama.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Fr 27 Apr 2012, 00:27

29.04.2012

Typische alpine Gehölze sind die Seidelbaste , hier der
Bäumchen-Seidelbast (Daphne arbuscula)  , beheimatet in den Kalkgebirgen der Slowakei (u.a. Tatra, Mala)
Alle Seidelbaste lieben einen kalkhaltigen Boden und einen etwas absonnigen Standort.
Viele Zwergsorten gelten als schwierig. Das gilt sicherlich für Jungpflanzen.
Wenn sie allerdings an einem Standort einmal eingewachsen sind, sind sie auch unverwüstlich und zeigen einen mit den Jahren zunehmenden Blütenflor.
Diese Art beeindruckt auch durch den intensiven Duft.




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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Fr 27 Apr 2012, 00:44

30.04.2012

Natürlich auch als Gehölz im Alpinum nicht wegzudenken sind die Rhododendren.
Rhododendron intricatum  , ist eine kleine robuste Zwergazalee aus dem Himalaja-Gebiet.
Sie ist absolut winterhart und ist bei mir immer die erste blühende Azalee auch vor den Gartenarten.
Sie liebt einen feuchten sonnig bis halbschattigen Standort.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mi 02 Mai 2012, 01:11

01.05.2012

Ein Neuerwerb von Stauden Geißler, Leisnig:
Der Bewimperte Mannsschild (Androsace chamaejasme) beheimatet in Alpen, Karpaten und Pyrenäen .
Er ist mehrjährig ausdauernd.
Der Name rührt von den feinen Härchen an Blütenstilen und Blättern.
Er ist absolut robust und winterfest und liebt kalkhaltigen Boden in sonniger bis halbschattiger Lage.

Auf Grund der Größe und Robustheit ist er als Beisteller ideal und kann über mehrere Jahre ohne topfen in der Schale gehalten werden.

Substrat: feines Akadama, feiner Kalksplitt und Lava zu gleichen Teilen.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mi 02 Mai 2012, 01:29

02.05.2012

Jetzt beginnt eine Fülle von Familien zu blühen.
Einer der ersten Enziane ist der Frühlingsenzian (Geniana verna), volkstümlich auch Schusternagel genannt.
Jeder, der mal in den Alpen war, hat ihn sicherlich schon in freier Natur gesehen.
Er wächst sowohl auf Kalk, als auch auf Silkatböden, auf trockenen wie auch auf Feuchtwiesen und
zeigt stickstoffarme Böden an.
Die Haltung ist nicht ganz unkompliziert, auf Grund der unterschiedlichen Herkünfte.
Eine aus Kalkgebieten stammende Form , sollte auf Kalk gesetzt werden.
Am besten orientiert man sich am Substrat , in dem man die Pflanze kauft.
Als Hochgebirgspflanze sollte man sie vor zu intensiver Hitze schützen.
Ein etwas absonniger nicht zu schnell austrocknender Standort ist ideal.

Als Beisteller macht er nur in blühendem Zustand, also kurzzeitig, eine gute Figur.
Hierzu verwendet man aktuell blühende Pflanzen aus dem Garten oder Topf und pflanzt sie zusammen mit dem Standortsubstrat in das Bestellgefäß und nach dem Abblühen pflanzt man sie wieder aus.




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Re: Daily Alps

Beitrag  Admin am Sa 05 Mai 2012, 00:03

03.05.2012

Wieder ein Zwerggehölz und eine der schönsten alpinen Kriechweiden,
die Netzweide (Salix reticulata) , benannt nach der netzartigen Maserung der Blätter.
Sie ist heimisch in den europäischen Hochgebirgen und im Norden Europas und Asiens.
Sie wächst auf humosen feuchten Böden über Kalkstein.
Wie ist nicht ganz unkompliziert, v.a. macht ihr sommerliche Hitze und Trockenheit zu schaffen. Ideal ist ein immerfeuchter absonniger Standort.
Als Beisteller machen kleinblättrigere Kriech- bzw. Zwergweiden eine bessere Figur.
Sie sind meist n der Kultur auch unkomplizierter.





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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Sa 05 Mai 2012, 00:52

04.05.2012

Hier eine Gruppe von Chinesischen Mannsschildern die von Habitus und Standort recht ähnlich sind und auch fast zeitgleich blühen.

In der Reihenfolge der Bilder sind es das Primelartige Mannsschild (Androsace primuloides),
das Chinamannsschild (Androsace sarmentosa)) und das Studenten Mannsschild (Androsace studiosorum)) . Bei letzterem ist nicht klar, ob es sich um eine Unterart des Primelartigen Mmannsschildes handelt.
Alle Arten stammen aus den Hochgebirgen Asiens z.B. Himalaya von Pakistan bis China und Kashmir.
Alle haben behaarte Rosetten , die lockere Polster bilden, die sich durch Ausläufer vermehren und schnell größere Flächen einnehmen. Sie gedeihen in jeder Gartenerde auch in voller Sonne, aber besser in leicht schattiger Lage.
Kahlfröste können der Art gefährlich werden.

Als Beisteller sollte man Ausläufer-Rosetten einzeln in das Beistellgefäß pflanzen , die dann im Folgejahr blühen.
Substrat : Akadama oder Gartenerde





A. studiosorum: Bild folgt

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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Sa 05 Mai 2012, 21:11

05.05.2012

Der Zottige Mannsschild (Androsace villosa) aus den südeuropäischem Kalkgebirgen (Dolomiten, Karpaten, Apeninen,..) ist nicht nur einer der schönsten Mannsschilde, er ist absolut rubust, winterhart und vermehrungs- und blühfreudig.
Er liebt sonnige Standorte in kalkhaltigem Boden.

Das sind ideale Eigenschaften als Beisteller .
Substrat: Akadama, Kalksplitt



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Sa 05 Mai 2012, 23:59

05.06.2012

Es beginnt die Zeit der Ehrenpreise (Veronica). Nicht nur im Garten auch auf den Wiesen bezaubern sie mit ihren himmelblauen lieblichen Blüten.
Ehrenpreis sind im Steingarten die Dauerblüher. Die Blüte zieht sich über mehere Monate hin, manche Arten blühen bis in den Herbst hinein.
Der erste , welcher seine Blüten öffnet ist der Armenische Ehrenpreis (Veronica armena) aus den Bergen Armeniniens. Hier der Findling Veronica armena Rosea mit rosa Blüten.
Er liebt sonnige Standorte in durchlässiger Erde.
Er ist absolut anspruchslos und winterhart.

Ehrenpreise eignen sich hervorragend als Beisteller insbesondere durch die langanhaltende Blüte und die rel. Anspruchlosigkeit
Substrat: Akadama, Blähschiefer



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am So 06 Mai 2012, 23:20

05.07.2012

Der Alpen-Ehrenpreis (Veronica alpina) ist verbreitet vom Balkan bis Grönland.
Er leibt leicht saure Boden. Je nach Standort bildet der bis 15 cm hohe Stauden , ober aber
er hat kriechenden Mattenartigen Wuchs.
Im Alpinun bei sonnigem Standort und magerem Boden bleibt er rel. flach.

Als Beistreller
Substrat: Akadama, Blähschiefer





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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mo 07 Mai 2012, 23:38

05.08.2012

Der Ährige Ehrenpreis (Veronica spicata) ist eine bei uns seltene und geschütze Staude, deren Wuchshöhe 80 cm betragen kann.
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Ähriger_Ehrenpreis[/url]
Die Zwergform Teppich-Ehrenpreis (Veronica spicata nana) breitet sich durch Ausläufer schnell breitflächig aus und besiedelt im Alpinum schnell alle umliegenden Felsspalten.
Die Blütenähren erreichen auf mageren Boden eine Höhe von nur 3-5 cm.
Die Art ist ein Magerrasenbewohner und auch in Kultur sollte der Boden nährstoffarm
sein. Nur so kommt die grazile Schönheit der Pflanze zur Wirkung.

Die wenig kompakten Teppiche macht die Art nur im Blütezustand interessant.
Es gibt vom Habitus geeignetere Arten.





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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mo 07 Mai 2012, 23:44

05.09.2012

Die Bulgarische Zwergnelke (Dianthus microlepis) hat dieses Jahr den Blütenreigen der Zwergnelken im Alpinum eröffnet. Sie kommt aus den Piringebirge.
Nelken sind die robustesten Alpinumbewohner.
Weder strenger Frost noch sommerliche Hitze könen sie in die Knie zwingen.
Einzig zu nasser Standort oder gar Staunässe kann ihnen schaden, d.h. das Substrat muss körnig durchlässig sein.
Ideal ist ausgedientes Bonsaisubstrat, was bei mir im Alpinum eine optimale Zweitverwertung erfährt.

Die meisten Zwergnelken eignen sich hervorragend als Beisteller, wobei insbesondere die
Balkanarten durch die dichten nadelartigen bläulichen Polster auch im blütenlosen Zustand
gut vorzeigbar sind (siehe Bild 2).
Substrat: Akadama / Blähschiefer






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Re: Daily Alps

Beitrag  bonsaiklaus am Do 10 Mai 2012, 05:21

Hallo Thomas! Sehr schön das du uns immer wieder so schöne neue Alpine Pflanzen zeigst. gefallen mir aber besonders meiner Frau sehr gut. Sag mal wachsen die alle in deinem Garten? Hätten auch gern so eine Ecke im Garten, aber ohne Auto ist es schon mal schlecht schöne große Steine heranzubekommen.Nach Bonsai ist zwar mein zweites Hobby Minerale, aber die sind in der Regel viel kleiner... Vieleicht kommen wir mal ins Alpinum in Chemnitz, aber leider verkaufen die, so glaube ich jedenfalls nur Don. Da können wir vieleicht mal wenigstens paar schöne Beisteller machen. Den Beisteller von DeDa fand ich auch sehr schön, er war etwas traurig das du ihm auf seine Frage nicht geantwortet hast. Schreibe schon so zeitig weil ich trotz Tapl. nur 2St. schlafen konnte. Nehme an das meine Krankheit damit zu tun hat, der Vorteil dabei ist ich bin zur zeit Arbeitslos, kann eben auch mal ein Vorteil sein. Warst du zufällig in Chemnitz zur Austellung? war sehr ansprechend... Gruß u. alles Gute! Bonsaifreund Klaus

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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Fr 11 Mai 2012, 23:43

Natürlich stehen die alle in meinem Garten und die Bilder sind fast alle auch aktuell vom Tage.
Natürlich muss man da einen Plan haben und sich ggf. eine LKW-Ladung Steine abkippen lassen.
Kalksteine z.B. gibts bei uns nicht.

05.10.2012

Der Sumpfporst (Rhododendron tomentosum, früher auch Ledum palustre), ist ein typischer Bewohner der Hochmoore , also dauerfeuchten torfhaltigen Böden.
In unseren breiten ist er selten geworden, aber in der Sächsischen Scheiz noch vertreten.
Die größten Vorkommen liegen in Skandinavien also Norwegen und Finnland.
Im Garten gedeiht er auch in unseren Breiten hervorragend, auch ohne Frostschutz und immer mit Blühgarantie. Voraussetzung , amn findet eine Dauerfeuchten sauren Standort , z.b. am Teichrand oder im Moorrbeet.








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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Sa 12 Mai 2012, 00:31

05.11.2012

Das Stengellose Leimkraut (Silene aucalis), ist eine der schönsten Polsterpflanzen.
Sie bildet ganz dichte Polster , die am geeigneten Standort Jahrzehnte überdauern und in der Natur oder in Botanischen Gärten nicht selten über 100 Jahre alt sind.
Es gibt eine kalkliebende Unterart und eine, die auf Silikatböden vorkommt.
Sie Silikatform ist etwas heikel, nicht ganz frostfest und eher blühumwillig.
Hier gibt es aber auch blühwilligere Findlinge , z.B. „Snowdown“ und „Floribunda“.
Robuster blühwilliger und auch als Beisteller a.G. der sehr dichten Polster besser geeignet ist die kalkliebende Subspezies.

Silkatform



Kalkform





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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Sa 12 Mai 2012, 00:50

05.12.2012

Der Alpenbalsam (Erinus alpinus), war in den Alpen beheimatet, soll aber dort schon ausgestorben sein. Er kommt in den südlicheren Kalkgebirgen (Pyrenäen, Apeninen) vor.
Sie ist zwar ausdauerend, aber meist nehmen die nicht sehr winterharten Pflanzen bei in unseren Breiten nicht seltenen Kahl- oder Spätfrösten Schaden.
Allerdings samt sie ordentlich aus, sodass immer irgendwo im Alpinum im Frühjahr neue Bestände auftauchen. Die Stammart ist blaulich bis lila, es gibt aber auch weiße Findlinge.

Als Beisteller ist Winterschutz unbedingt nötig.
Als Substrat eignet sich eine Mischung aus feinem Akadama und Blähschiefer






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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am So 13 Mai 2012, 02:48

05.13.2012

Gegenwärtig befinden wir uns in der Hochzeit der Blüte im Alpinum, die noch bis Ende Juni anhält.
Ich könnte jetzt täglich 5-10 aktuell blühende Arten vorstellen, was natürlch kaum machbar ist.
Darum werde ich ggf. in der Folge das Blühdatum bzw. den Blühzeitraum angeben.

Jetzt eine meiner Lieblingspflanzen.
Obwohl erst vor einem Jahr gepflanzt , hat sie schon jetzt fast die gesamte Pflanzmulde ausgefüllt, was schon mal ein Zeichen für absolute Kulturwilligkeit ist.
Der Glockenförmige Bartfaden (Penstemon campanulatus) in seiner wohl kleinwüchsichsten Species „Pulchellus“ ist schon ein Schätzchen.
Die Bartfäden sind als Gartenpflanzen inzwischen weit verbreitet.
Beheimatet v.a. in Nordamerika (eine Art aus Japan und eine Art aus Russland) sind alle
Gartenformen in Europa gezüchtet worden.
Für die Gruppe kann man keine generellen Standortansprüche machen.
Jede Species hat spezielle Ansprüche .
Diese hier liebt kalkhaltigen durchlässigen Boden, ist frostfest , bildet einen flachen Teppich und filigrane Blüten.

Eine Anmerkung zu Bodenverhältnissen und Blütenfarbe.
Generell verlieren alpine Pflanzen, die ja tw. an Extremstandorten wachsen, pflanzt man sie in normale Gartenerde , ihren gedrungenen Habitus.
Das ist vergleichbar mit einem Bonsai , den man im Feld frei wachsen lässt.
Kalkarten gedeihen meist auch in rel. kalkarmer evtl. auch humusreicher Gartenerde, allerdings sind sie unter diesen Bedingungen meist nicht sehr blühwillig und auch die Blütenfarbe erreicht selten die Farbintensität , wie in kalkhaltigen bzw. mineralhaltigen Magerböden.
Ausgediehntes Bonsaisubstrat, in meinem Falle bestehend den Grundbestandteilen Akadama , Blähschiefer/-ton, Lava ergänzt durch Kalksplitt und etwas Torf ist nach meinen Erfahrungen ideal.



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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mo 14 Mai 2012, 01:01

05.14.2012

Die Moossteinbreche (Arendsii-Hybriden) bzw. Polsersteinbreche kann man in Anlehnung an eine bekannte Autowerbung als "Der Beisteller" bezeichnen.
Nicht nur der filigrane Habitus, sondern auch die unkomplizierte Kultur und die absolute Blühgarantie tw. über 6 Monate hinweg, machen sie zu den beliebtesten Beistellern.
Z.B. blüht der am 25.03. vorgestellte Polstersteinbrech aktuell immer noch.
http://bonsai.forumieren.de/t576p30-daily-alps#4033
In jedem Gartencenter werden diverse Arten angeboten, wobei eine exakte Artangabe eher die Ausnahme ist und sich eine Zuordnung bei der Vielzahl der Arten und Hybriden schwierig gestaltet.
Was dem „Alpinisten“ oft Kopfzerbrechen verursacht, kann in dem Falle dem Bonsaianer wenig interessieren.
Ihm kommt es auf die Harmonie zu dem Ausstellungsbaum in einer passenden Beistellerschale an.
Hier von der Vielzahl der Arten zwei nicht häufige anzutrefende Arten.
Weiße Moossteinbreche kann man überall kaufen (http://www.baumschulen-biermann.de/pflanzenversand/catalog/product_info.php?products_id=1135).
Hier aber eine stengellose Variante.



Von einem Bonsaifreund habe ich diese kleine zierliche Form bekommen, die sicher bei mir im Garten und als Beisteller einen festen Platz einnehmen wird.



Die Kultur aller dieser Arten ist einfach:
Sie gedeihen in jeder Gartenerde oder auch in Akadama und benötigen einen schattigen bzw. absonnigen, auch im Sommer nicht zu trockenen Standort.

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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Di 15 Mai 2012, 00:54

05.15.2012

Ebenfalls Klassiker unter den Beistellern sind die Krustensteinbreche, Rispensteinbreche und Silberosettensteinbreche , wobei die Bezeichnung bei den verschiedendsten Arten und Hybriden fließend sind.
Der Krustensteinbrech (Saxifraga crustata) kommt aus den Europäischen Kalkgebirgen, gedeiht in sonniger Lage bevorzugt in Felsspalten.
Ihn gibt es in zahlreichen Varietäten und Hybriden, deren Rosettengröße wenige Millimeter bis 10 cm betragen können.
Als Beisteller gedeihen sie auch in knappen Gefäßen am besten in Akadama mit feinem Blähton .




Ebenfalls aus den Kalkalpen kommt der Rispensteinbrech (Saxifraga paniculata), für den gleiche Kulturbedingungen gelten. Auch hier gibt es unzählige Subspecies und Züchtungen auch in gelber bis rosa Blütenfarbe und unterschiedlicher Rosettengröße.





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Re: Daily Alps

Beitrag  Thomas am Mi 16 Mai 2012, 22:10

05.16.2012

Um den Reigen der im Spätfrühling blühenden Steinbreche zu beschließen, hier noch Vertreter der Rosettensteinbreche , welche allerdings feuchtere absonnige bzw. schattige Standorte und eher normalen Gartenboden bevorzugen.
Der Silberfahnensteinbrech (Saxifraga cotyledon) kommt in den Zentralalpen, sowie dem europäischem Norden vor. Er bildet bis zu 80 cm lange Blütenrispen, die auch als Schnittblumen Verwendung finden.
Er liebt absonnige Felsspalten in feuchter Normalerde.
Als Beisteller ist die Art einfach zu groß.





Besser geeignet ist da schon das bekannte Porzellanblümchen (Saxifraga umbrosa).
Heimat sind die Wälder Portugals und Irlands , sowie die Pyrenäen.
Es gibt zahlreiche Unterarten und Züchtungen in Blütenfarben von weiß über rosa bis purpurrot und mit weißen Blattzeichnungen.
Es will schattig und feucht stehen in normaler Gartenerde.
Gleiches gilt für die Kultur als Beisteller, wobei hier eine einzelne Rosetten eingesetzt in eine Beistellschale ein tolles Bild abgiebt.




Hierher gehört natürlich auch der heimische Knöllchensteinbrech (Saxifraga garnulata), der auf lehmigen Magerwiesenboden gedeiht.
Seinen Namen erhielt er a.G. der Wurzelknöllchen.
Im Gegensatz zu den vorhergehenden Arten verträgt er auch Trockenheit und gedeiht sowohl in Sonne und Schatten.
Als Beisteller kultiviert man ihn in reinem Akadama.
Dazu setzt man im Herbst oder Frühjahr die Knöllchen möglichst tief in nicht zu flache Schalen.



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