Zelkova nire - Schwarze Zelkove

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Zelkova nire - Schwarze Zelkove

Beitrag  MarcelD am Fr 22 Feb 2013, 17:14

Ihr Lieben,

die Woche und der Arbeitstag neigen sich dem Ende zu.
Die beste Zeit um fünfe gerade sein zu lassen und noch einmal die Kamera auszupacken.

Einige werden es bemerkt haben, ich habe in meinem Bonsaigarten zum Frühjahr ein wenig 'ausgemistet'.
Aus dem Erlös habe ich mir eine von mir schon lang beobachtete Rarität gegönnt.
Eine sehr alte und reife montane Varietät der Zelkova nire. Das Nebari und die Borke sind wunderbar ausgeprägt.
Laut Vorbesitzer stammt der Baum wohl ursprünglich aus Japan, wurde jedoch schon vor geraumer Zeit importiert.



Besonderheiten an dieser montane Form der schwarzen Zelkove sind der gelbe Frühlingstrieb und die leuchtend orangen Blätter im herbst.

Über Vorschläge zu einer neuen Schale würde ich mich sehr freuen Smile

Liebe Grüße
und Euch allen ein schönes Wochenende
Marcel

PS: Der Baum steht nicht zur allgemeinen Beweihräucherung im Forum.
Über Kritik und Anregungen würde ich mich sehr freuen!
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MarcelD

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Re: Zelkova nire - Schwarze Zelkove

Beitrag  herbertoy am Fr 22 Feb 2013, 20:30

Sehr fein!

Das Nebari sieht tierisch gut aus.

Noch mehr Balance wäre erreicht, wenn die Krone nach rechts statt nach links gehen würde.

Ist am großen Knubbel beim Ansatz des ersten Astes links noch etwas korrigierbar?

Lache mich nicht aus - die Schale gefällt mir. Ich würde sie so lassen.

Grüße,
herbert
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Re: Zelkova nire - Schwarze Zelkove

Beitrag  Thomas am Sa 23 Feb 2013, 02:05

Hallo,
schönes reifes Material!
Was auffällt, da hat jemand in der Vergangenheit viel Arbeit drauf ver(sch)wendet, alle Äste akkurat in die Waagerechte zu drahten.
Obwohl er lange in Pflege ist, war offenbar nie die Absicht da, den mal im laublosen Zustand ausstellen zu wollen.
Alle Äste haben einen durchgehenden Hauptzweig von dem kleinere Verästelungen abgehen.
Diese Hauptzeige müsten sich eher gleichmäßig aufspalten.

Das ist korrigierbar kostet aber bischen Zeit und Geduld.

Ja gut der Knubbel... Da würde ich mit leben und nicht neue evtl. sogar größere Wunden schaffen.

Schale: Form finde ichsehr gut, Farbe passt zur hellen Rinde in laublosen Zustand.
Ist mal was anderes als immer nur Grün- und Brauntöne.
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Thomas

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Beitrag  Gast am Sa 23 Feb 2013, 10:45

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Zuletzt von bonsailue am Mi 28 Mai 2014, 14:17 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet

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Re: Zelkova nire - Schwarze Zelkove

Beitrag  MarcelD am Sa 23 Feb 2013, 18:31

Aaaaalso ...

Ich habe mir mit meiner Antwort ein wenig Zeit gelassen und
mir den Baum heute sehr lange und intensiv angeschaut.

Zur Spitze
Ich muss Euch Recht geben, auf dem Bild zieht die Krone zu sehr nach links.
Komischerweise tut sie das in Natura nicht, bzw. Nur minimal.
Die übliche Crux mit den Fotos ...
Ich denke, es würde schon reichen, den letzten Zippel zu kappen,
Um alles wieder ins Lot zu bringen

Die zu waagerechten Äste
Thomas, das hast du richtig bemerkt.
Einer der Vorbesitzer hat beinahe alle Äste entfernt,
Um sie durch neu herangezogene zu ersetzten.
Ich kann nur mutmaßen, dass das nich ohne Grund geschah.
Jedenfalls ist das Ergebnis in Ordnung aber ausbaufähig.
Die Feinverzweigung eines jeden Astes ist nur Zweidimensional und absolut flach aufgebaut.
Von oben passt alles, eine gute Verzweigung - nur eben von der Seite nicht.
Ich denke, einer der nächsten Schritte wird sein, die Äste auf zu fächern
und die Feinverzweigung zu stimulieren.

Zum Knubbel unten links
Je länger ich mir den Baum anschaue, desto weniger stören mich die Knubbel.
Im Gegenteil. Ich würde ungern an dieser Stelle Schönheitskorrekturen durchführen.
Stattdessen wäre es vielleicht langfristig der Plan, den unteren linken Ast einige
Jahre durchtreiben zu lassen, um seine Dicke zu fördern.
Das würde den Knubbel nicht mehr derart ins Auge stechen lassen.

Weiß eigentlich jemand, wie solche Hubbel an Bäumen zustande kommen?
Es können ja nicht ausschließlich Stellen sein, an den Aststümpfe überwallt worden sind.
Es gibt am ganzen Baum und an den unmöglichsten Stellen diese Wülste.

Liebe Grüße
Marcel
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Re: Zelkova nire - Schwarze Zelkove

Beitrag  Amadeus am Sa 23 Feb 2013, 19:39

... Ulmen können aufgrund einer bakterielle Infektion solche Wucherungen bekommen - schau doch mal unter Maserkropf.
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Re: Zelkova nire - Schwarze Zelkove

Beitrag  uvex am Sa 23 Feb 2013, 21:32

Hallo,

sehr interessante Gehölzart / -sorte, da selten. Schönes natürliches Nebari. Schale gefällt mir. V.a. die Farbe passt im Winter aber auch zum Neuaustrieb, oder auch zur kräftigen Herbstfärbung.
Ich glaube, vielen wird dieser Baum gefallen. Mir gefällt er aber weniger. Vielleicht denke ich manchmal wirklich zu sehr nach Schablone? Naja, Krone zu hoch, läßt sich ja korigieren. Auch die fehlende Verjüngung der Äste. Aber: Knuppel unten links: Bleibt er dran, wirds ein ewiges Ärgernis (in meinen Augen). Kommt er weg, wirds ein Shema- F - Bonsai mit großer Wunde. Ist bei Zelkove gefährlich, da sie schlecht abschottet.
MarcelD schrieb:
Weiß eigentlich jemand, wie solche Hubbel an Bäumen zustande kommen?
Es können ja nicht ausschließlich Stellen sein, an den Aststümpfe überwallt worden sind.
Es gibt am ganzen Baum und an den unmöglichsten Stellen diese Wülste.
Mit dieser Bemerkung fielen mir diese Wucherungen erst richtig auf. Erfahrungsgemäss ist es so, dass an Stellen mit bisher vermehrtem Dickenwachstum auch in Zukunft verstärkt Holz ranwächst. Dabei spielt es keine Rolle, ob es Schnittstellen, Veredlungsstellen, Frasspuren von irgendwas oder Krankheiten waren.
Diese Knuppel treten z.B. verstärkt bei Lärchen auf. Kleine Verletzung und schon gibts innerhalb weniger Jahre Kallusbeulen. Die kann man problemlos entfernen. Lärche stört das nicht. Aber Zelkove ..... ich weiß nicht.

Ich glaube, Du mußt das so akzeptieren und das Einzigartige darin sehen. Versuchsweise den unteren Ast wachsen lassen und abwarten, was passiert, ist keine schlechte Idee.


Gruß Uwe!
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Re: Zelkova nire - Schwarze Zelkove

Beitrag  MarcelD am Sa 23 Feb 2013, 23:49

Thomas und Holger,
Vielen Dank für die Aufklärung des Beulenphänomens Smile

Kommendes Wochenende werde ich dieses Zentner-Monster erstmal Topfen müssen.
Die Schale wird sie aber behalten. Eine gute Gelegenheit, um die Umtopf-Aufhängevorrichtung zu testen :-)

Liebe Grüße
Marcel
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Re: Zelkova nire - Schwarze Zelkove

Beitrag  MarcelD am So 03 März 2013, 18:52

Heute war es soweit, die Zelkove wurde umgetopft.
Bei einem 50 Kilo-Monster kein leichtes Unterfangen.
Es blieb nur das Aufhängen des ganzen Baumes.



Nachdem das alte Substrat ab war, konnte ich endlich das Nebari in voller Pracht sehen.
Stolze 30cm misst es Shocked



Hier das Nebari nochmal nach dem Umtopfen.
Entschuldigt bitte das hässliche Substrat.



Was als nächstes folgte erkennt man leider auf dem Bild nur sehr schlecht erkennen.
Ich habe versucht den einzelnen Etagen etwas mehr Dynamik und Tiefe zu geben,
indem ich den Ästen mehr Bewegung und eine vertikale Tiefe verpasst habe.



Liebe Grüße
Marcel

und die

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Re: Zelkova nire - Schwarze Zelkove

Beitrag  ulrich am Mo 04 März 2013, 08:47

für mich gibt es hier nur ein Urteil Marcel - Daumen hoch - tolle Arbeit hast Du geleistet Smile
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Re: Zelkova nire - Schwarze Zelkove

Beitrag  MarcelD am Mo 04 März 2013, 17:12

Vielen Dank Ulrich, das freut mich :-)
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Re: Zelkova nire - Schwarze Zelkove

Beitrag  Frank am Fr 08 März 2013, 12:46

Hallo Marcel,

naja, geht so................................Wink

War nur Spass, ist wirklich super geworden. Bei solchen Wurzeln macht umtopfen doch Spass, und ´ne Menge Arbeit.
Und Das Ergebniss entlohnt alle Mühe.
Mir gefällt´s!

LG Frank

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Wahl der Schale

Beitrag  Gast am Fr 15 März 2013, 08:32

Warum passt eigentlich diese Schale so gut zu diesem Baum?

Viele von uns - und da will ich niemanden kritisieren, denn da zähle ich mich auch zu - wählen Schalen intuitiv aus.
Wenn DIE dann mit dem Baum harmoniert, zeugt das von gutem künstlerischen Verstand eines Bonsai - Liebhabers.
Aber kann das ein jeder von uns auch begründen?

Ich versuche mal einen Ansatz zu formulieren...

Dein Baum hat dem Aussehen nach ein stattliches Alter. Das sollte sich in der Struktur der Glasur wiederfinden, d.h. diese sollte eher matt erscheinen.
Grün ist die Farbe des Laubes, das lässt helle Farben der Glasur zu, von hellem Creme über diverse helle Grün - Töne bis zum hellen Blau.
Das Laub ist fein, die Zweige filigran, somit kann auch eine leichte geschwungene (nicht zu feminine) Form gewählt werden.
Eine frei aufrechte Statur und eine gewölbte Krone sind ein Garant für Harmonie mit einer ovalen Schale.
Letztlich wirkt der Baum, der keine Farbtupfer durch Blüten oder Früchte hervorbringt, sehr maskulin. Daher hat der Vorbesitzer, Vorgestalter
auch den richtigen Griff bewiesen, was die Füße betrifft - einfache geschnittene - keine Wölkchen-Füße.

Gruß aus WR vom lue

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Re: Zelkova nire - Schwarze Zelkove

Beitrag  bonsaiklaus am Do 28 März 2013, 12:41

Hallo Smile Ich sage nur Schöne Zelkove...!! Ich komme diese Jahr einfach,(durch den langen Winter)nicht dazu
meine Bäume aus der Erde zu holen, aber das geht sicher dieses Jahr den meisten so. Gruß Klaus Smile

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Re: Zelkova nire - Schwarze Zelkove

Beitrag  MarcelD am Di 11 März 2014, 19:43

Ein kleines Frühlings-Update zur Zelkova nire.
Im letzten Jahr hat sie hübsch an Feinverzweigung zugelegt
und steht gerade kurz vor dem Austrieb.



Liebe Grüße
Marcel
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Re: Zelkova nire - Schwarze Zelkove

Beitrag  bonsaiklaus am Di 27 Mai 2014, 15:20

Toll !
Das würde ich,
wahrscheinlich nie so hinbekommen!
Gruß Klaus

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Re: Zelkova nire - Schwarze Zelkove

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